Fernsehen wird immer mehr zum Parallelmedium

06.02.2009 – Laut einer Erhebung sinkt die Bedeutung des Fernsehens als zentrales Unterhaltungsmedium. Insbesondere bei der jungen Klientel steigt die Beliebtheit der sogenannten "Konvergenzmedien".

Laut einer Erhebung sinkt die Bedeutung des Fernsehens als zentrales Unterhaltungsmedium. Insbesondere bei der jungen Klientel steigt die Beliebtheit der sogenannten "Konvergenzmedien".

Diese bereits in der Vergangenheit beobachtete Entwicklung wurde im Dezember vergangenen Jahres von neu unter die Lupe genommen: Das Fernsehen läuft zunehmend einfach nebenher, während der Fokus der Aufmerksamkeit woanders liegt. Dabei ergaben sich deutliche Unterschiede in den Altersklassen. Zwar sind bei allen Befragten das Telefonieren und Lesen bei laufendem Flimmerkasten als Präferenzen angegeben, aber dann hören die Gemeinsamkeiten zwischen jung und alt auch schon auf.

In der Klasse der unter 30-Jährigen ist nämlich auch das Surfen im Netz, Chatten und spielen von PC-Games bei laufendem Fernseher stark verbreitet, was bei den 30- bis 49jährigen kaum und bei den Befragten ab 50 so gut wie gar nicht genannt wurde. Während rund 30 Prozent der Jugendlichen zusätzlich zum TV-Programm SMS schreiben und am Computer spielen, ist bei den Klassen der über 30jährigen vor allem das Lesen beliebt: 20 Prozent der über 30jährigen und 25 Prozent der über 50jährigen gaben an, während des allabendlichen Coucherlebnisses gerne mal zur Zeitung oder zum Buch zu greifen.

Je jünger also die Befragten waren, desto diverser waren auch die Angaben über den parallel zum Fernsehen stattfindenden Medienkonsum. Eine weniger bekannte Tatsache ist, dass es deutliche Unterschiede zwischen Ost und West gibt. In den neuen Bundesländern ist die Diversifikation der Medien nämlich weniger stark ausgeprägt. Bestes Beispiel ist das zeitgleiche Telefonieren: 31 Prozent tun dies im Westen, 21 Prozent dagegen nur in Ostdeutschland. Außerdem stellten die Marktforscher fest, dass Singles stärker zum medialen Multitasking neigen als Familien.

 


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