Großes Aufrüsten der Mobilfunknetze

11.02.2009 – Datenübertragung auf und zwischen Mobilfunkgeräten wird zunehmend schneller. Experten stellen in Aussicht, dass die Spezifikationen des IMS bis 2012 Serienreife erreichen.

Datenübertragung auf und zwischen Mobilfunkgeräten wird zunehmend schneller. Experten stellen in Aussicht, dass die Spezifikationen des IMS bis 2012 Serienreife erreichen.

Die meisten namhaften Netzbetreiber haben bereits Testläufe mit IMS (IP Multimedia Subsystem) gemacht. Auf der MCTA 2009, einer bedeutenden Konferenz zum Thema Mobile Communications, zerbrachen sich jüngst einige Experten, unter anderem von Detecon International und Ericsson, die Köpfe über eine mögliche Einführung in der Praxis. IMS soll den Zugriff auf mobile Dienste aus verschiedensten Netzwerken ermöglichen und wäre ein wichtiger Schritt für alle möglichen mobilen Applikationen auf den sog. „3rd-Generation“-Handys. Bis 2012, so nehmen die Experten an, könnte es voll im Alltag angekommen sein.

Bisher haben vorrangig die großen Netzbetreiber IMS getestet, denn eines der Probleme bei der Verbreitung dieser Technologie ist die äußerst schwierige Installation. Kleinere Netzbetreiber haben allein damit oft schon enorme Probleme. Beate Rickert von der Frankfurter bezweifelt deshalb, dass sich IMS für kleinere Anbieter in ökonomischer Hinsicht lohnen wird. Aufgrund der Komplexität müssten sich diese teure System-Integratoren ins Boot holen, sodass sich der finanzielle Nutzen als völlig unzureichend herausstellen könnte.
Doch Abhilfe für dieses Problem ist bereits vorgesehen: Ericsson plant eine Art vereinfachtes IMS Angebot, das speziell für die kleinen Netzbetreiber ausgelegt sein soll und auf der MCTA 2009 erstmals vorgestellt wurde.

Die mobilen Systeme der Zukunft, davon gehen mobile-Experten aus, werden hauptsächlich auf dem IP-Protokoll basieren, denn Internet-Zugänge, Sprachdienste und ähnliche datenhungrige Anwendungen erfordern ein sog. All-IP-Netzwerk. IMS gilt als der direkte Vorgänger dieser Technologie.

 


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