Digitales Vertriebssiegel für Online-Musik

12.02.2003 – Um die Urheberrechte beim Online-Vertrieb von Musik weiter zu stärken, will die Musikindustrie jetzt ein neues Siegel zur eindeutigen Identifizierung von Audiodateien einführen.

Um die Urheberrechte beim Online-Vertrieb von Musik weiter zu stärken, will die Musikindustrie jetzt ein neues Siegel zur eindeutigen Identifizierung von Audiodateien einführen.

Nach Angaben der beiden Musikverbände stellt die neue Maßnahme eine Art Wasserzeichen dar, das den Online-Vertrieb von Musik transparenter gestalten soll. Mit Hilfe des Siegels GRid (Global Release Identifier) will man vor allem den Urheberrechten der Künstler dabei zu mehr Geltung verhelfen. GRid mache in diesem Zusammenhang den Vertriebsweg jedes einzelnen Musikstücks vollkommen nachvollziehbar. Dabei spielt es nach Angaben der Verbände überhaupt keine Rolle, ob ein Anwender ein Musikstück über einen beliebigen Dienst auf seine Festplatte zieht oder es als Audio-Stream nutzt. Jeder Titel wird ähnlich wie bei einem Strichcode mit einer individuellen Kennung versehen.

Das neue System könne zwar nicht die illegale Verbreitung von Musik verhindern, so die beiden Verbände. Aber GRid trage dazu bei, die Eigentumsrechte der Künstler bei der legalen Verbreitung ihrer Werke zu wahren und ihnen entsprechende Tantiemen zukommen zu lassen. Das System richtet sich sowohl an Musiklabels und Zwischenhändler als auch an Online-Services und Verkäufer. Interessierte Unternehmen können GRid gegen eine jährliche Lizenzgebühr von 245 US$ nutzen.

 


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