13.02.2009 – Im Rahmen der Rezession vollzieht sich ein Wandel auf dem Markt für Mobil- und Festnetztelefonie in Deutschland. Während Kernmärkte deutliche Umsatzrückgänge verzeichnen, tun sich neuere Dienstleistungen als mögliche Wachstumstreiber hervor.
Im Rahmen der Rezession vollzieht sich ein Wandel auf dem Markt für Mobil- und Festnetztelefonie in Deutschland. Während Kernmärkte deutliche Umsatzrückgänge verzeichnen, tun sich neuere Dienstleistungen als mögliche Wachstumstreiber hervor.
In Folge zunehmender Marktsättigung und fallender Preise steht die deutsche Telekommunikationsindustrie vor einem Umbruch. Nach bislang zweistelligen Jahreswachstumsraten verringert sich der Umsatz von Mobilfunk- und Festnetzanbieter auf ihren Kernmärkten bis 2012 im Schnitt um 1,1 Prozent. Der Gesamtumsatz mir klassischen Sprach- und Datendiensten sinkt infolge dessen trotz steigendem Gesprächsvolumen von 44,3 Milliarden Euro in 2008 auf 42,4 Milliarden. Dies zwingt Anbieter zu Konsolidierungsbemühungen; auch in Anbetracht des anstehenden Infrastrukturausbaus für den neuen Mobilfunkstandard "Long Term Evolution" (LTE).
So lauten die Ergebnisse einer Studie der internationalen Strategieberatung . Die Experten schreiben dabei der Rezession eine Art Katalysatorfunktion für eine ohnehin notwendige Marktkonsolidierung und Strukturanpassung zu. Auf dem Breitbandmarkt gingen nun vor allem kleine und infrastrukturfreie Anbieter durch Übernahmen und Zusammenschlüsse in größeren Einheiten auf, wodurch sich Skaleneffekte realisieren ließen. Gleichzeitig sollen neue Netzbetriebsmodelle wie Outsourcing, Netzwerk-Sharing oder die Integration des Festnetz- und Mobilfunk-Netzbetriebs deutliche Kostensenkungen um bis zu 30 Prozent ermöglichen.
Glaubt man der Prognose, sind diese auch dringend notwenig: Aufgrund von Flatrate-Angeboten und zunehmendem Preiskampf wird bis 2012 ein deutlicher Preisverfall im Kerngeschäft erwartet, was die Gewinnmarge erheblich beeinträchtigt. Diese Entwicklung lässt sich nach Expertenmeinung nur mit neuen, innovativen Erlösquellen kompensieren. Darin liege nun die Chance für mobile Services wie Musik- und Video-Downloads, Navigations- oder Payment-Dienste; auch der endgültige Durchbruch von Videokonferenzen und Teleworking sei, zumindest im Geschäftsbereich, denkbar. Am Ende der Rezession jedenfalls werde die Telekommunikationsindustrie sich komplett verändert haben, sind sich die Analysten sicher.
12.02.2009 – Mittelstand will bei Telekommunikation sparen
11.02.2009 – Großes Aufrüsten der Mobilfunknetze
10.02.2009 – Mobile Datendienste weiter auf dem Vormarsch
07.01.2009 – Preise für Telekommunikation weiter rückläufig
15.12.2008 – IKT-Konjunkturaussichten für 2009
Mehr Infos zum Thema ‚Telekommunikation‘



