13.02.2009 – Budgetplanungen für die Elektrizitätsversorgung scheitern bisher an fehlender Kostentransparenz. Google möchte den Stromverbrauch aufschlüsseln und so Sparpotenziale aufzeigen.
Budgetplanungen für die Elektrizitätsversorgung scheitern bisher an fehlender Kostentransparenz. Google möchte den Stromverbrauch aufschlüsseln und so Sparpotenziale aufzeigen.
Im Rahmen der Wende der US-Energiepolitik möchte die Stromrechnung nachvollziehbarer machen. Die Entwickler stören sich dabei besonders an der bisher wenig aufschlussreichen, pauschalisierten Abrechnung am Monatsende: Nahezu niemand, so das Unternehmen, habe einen wirklichen Überblick darüber, welches Gerät wann wie viel Strom in seinem Haushalt verbrauche obwohl dies Vorraussetzung für sinnvolles Energiesparen sei.
Da in den USA wie auch in der Bundesrepublik die Stromabrechnung zumeist noch mit Zählern erfolgt, welche den Technikstand der 50er Jahre repräsentieren, hakt Google zunächst hier ein: Auf breiter Front wurden Gespräche mit Politikern in Washington und den Energieversorgern geführt. Ziel sei die Einführung smarter Stromzähler, welche Energieverbrauchsdaten zeitlich protokolliert digital übermitteln können. Laut Google gebe es weltweit bereits 40 Millionen solcher digitalen Verbrauchszähler, deren Zahl in den nächsten Jahren um 100 Millionen zusätzliche Einheiten erhöht werden solle.
Um die Informationen auch für Endkunden verständlich aufbereiten zu können, wurde zusätzlich das Google PowerMeter entwickelt. Der Stromverbrauch wird von dem Tool anhand einer Verbrauchskurve angezeigt; relativ zur Tageszeit lassen sich so Verbrauchsspitzen und weniger energieintensive Tageszeiten erkennen. Auf diese Weise lassen sich beispielweise der Wäschetrockner oder das Fernsehgerät anhand ihrer Laufzeiten als Energiefresser ausmachen. Veröffentlicht wurde das PowerMeter bisher allerdings noch nicht; Google möchte abwarten, bis die Verhandlungen mit den Energieversorgern und Messgeräte-Herstellern abgeschlossen sind.
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