Babylonische Sprachverwirrung?

17.02.2005 – Eigentlich sollten die Bezeichnungen von Navigationsbegriffen auf deutschsprachigen Internetseiten den Erwartungen der Nutzer entsprechen – sie sind aber immer noch sehr uneinheitlich.

Eigentlich sollten die Bezeichnungen von Navigationsbegriffen auf deutschsprachigen Internetseiten den Erwartungen der Nutzer entsprechen – sie sind aber immer noch sehr uneinheitlich.

Eine schlüssige, sich selbst erklärende Navigation ist für eine intuitive Nutzung von Websites sehr wichtig. Ein wichtiger Aspekt ist die einheitliche Bezeichnung von Elementen, die den Erwartungen der Nutzer entspricht. Diese Erkenntnis wird bei vielen Online-Angeboten nur ansatzweise umgesetzt. Vielmehr ist genau das Gegenteil zu beobachten: Website-Betreiber meinen, durch originelle Bezeichnungen die Aufmerksamkeit der Nutzer erhalten zu können. Dies erschwert jedoch die Auffindbarkeit der gesuchten Informationen und verunsichert den Besucher.

Die Wording-Studie 2005 von zeigt auch, dass die Internetnutzer bereits deutliche Präferenzen entwickelt haben. So sollte die erste Seite eines Web-Angebots als „Startseite“ und nicht etwa Homepage bezeichnet werden. Die Bezeichnung "Home" wird hingegen vor allem von jüngeren Internetnutzern präferiert. Auch im eCommerce Bereich haben Nutzer klare Erwartungen: Waren und Dienstleistungen sollen in einem „Online-Shop“ bestellt werden können. Ausgewählte Produkte werden in den „Warenkorb“ und nicht in den „Einkaufskorb“ oder „Einkaufswagen“ gelegt. Um Produkte für einen späteren Kauf zu reservieren, möchten die Nutzer diese Ware auf einem „Merkzettel“ notieren. Alternative Begriffe wie „Wunschzettel“ oder „Wunschliste“ werden deutlich weniger präferiert.

 


07.02.2005 – Multi-Channel – Multi Service

09.11.2004 – Gut gesucht ist halb verkauft

23.09.2004 – Nutzer bleiben anonym

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