22.03.2005 – Mehr als eine Million Computer sind weltweit zu so genannten "Zombie-PCs" mutiert, die von Angreifern übernommen wurden und von denen Spam und Viren verbreitet werden.
Mehr als eine Million Computer sind weltweit zu so genannten "Zombie-PCs" mutiert, die von Angreifern übernommen wurden und von denen Spam und Viren verbreitet werden.
Dies geht aus einer Erhebung der internationalen Nonprofit-Forschungsvereinigung hervor. Die Ergebnisse sind alarmierend und stellen erstmals harte Daten über Botnets dar, über die in der Vergangenheit vor allem Schätzungen vorlagen. Demnach konnten die Forscher im Testzeitraum über 100 Botnets anziehen, an denen insgesamt 226.585 PCs beteiligt waren. Die größten Heere aus Zombie-PCs hatten bis zu 50.000 Mitglieder. Im Laufe des Projekts konnte man 226 versuchte DoS-Attacken gegen 99 Ziele erkennen. Dem Honeynet-Projekt gehören Mitglieder aus den USA, Kanada, Israel, den Niederlanden, Deutschland und Australien an. Den Namen bezieht die Gruppe von Computer-Netzwerken, die im Netz nur platziert werden, um Virenattacken ausgeliefert zu werden.
Statt echten Servern mit kritischen Daten wird ein Abbild des Netzwerkes mit uninteressanten Informationen ans Netz gehängt, das aber zumindest interessant aussieht. Diese Honeynets werden streng überwacht. Die dabei erhaltenen Daten werden sorgfältig ausgewertet, um den Taktiken der IT-Schurken auf die Spur zu kommen. Es erwies sich dabei als Besorgnis erregend wie einfach ein PC von Angreifern übernommen wird. Die längste Zeit, die ein Honeynet-Rechner überlebte, waren ein paar Minuten. Die schnellste Übernahme geschah in wenigen Sekunden. Über Chat-Channels auf IRC-Servern wurden die Zombie-PCs schließlich mit Instruktionen der Angreifer versorgt. Die übernommenen Rechner werden unter anderem zum Spam-Versand oder zur Manipulation von Online-Umfragen missbraucht.
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