Spam ist falscher Luxus

29.03.2005 – Markenpiraten überschwemmen das Internet massiv mit Spam-Mails, die gefälschte Luxus-Artikel bewerben. Betroffen sind neben den Usern auch die Markenhersteller der beworbenen Statussymbole.

Markenpiraten überschwemmen das Internet massiv mit Spam-Mails, die gefälschte Luxus-Artikel bewerben. Betroffen sind neben den Usern auch die Markenhersteller der beworbenen Statussymbole.

Innerhalb der letzten Monate zeichnet sich ein erheblicher Anstieg von Spam-Mails ab, die illegale Fälschungen von Designeruhren und -kleidung bewerben. Die Spam-Filter von Lycos Mail, dem Webmail-Dienst des Internetportals Lycos, blockten im letzten Jahr allein 133 Millionen unaufgefordert versandte eMails, die von Marken-Piraten verschickt wurden. Felicitas Piegsda-Rohowski von erklärt, dass es im Jahr 2003 noch etwa 35 Millionen Werbemails gegeben habe, die gefälschte Luxus-Artikel bewarben. Dieses Aufkommen an Luxus-Spam sei im letzten Jahr um fast 400 Prozent gestiegen.

Eine genaue Untersuchung der 133 Millionen Spam-Mails hat ergeben, dass es sich bei 10 Prozent, das entspricht etwa 13 Millionen eMails um die Werbung gefälschter Uhren der Marke Rolex handelt. Entsprechend auch die Top Five der Luxus-Spam-Marken nach Angaben von Lycos Mail: Auf Platz eins liegt Rolex, gefolgt von Louis Vuitton und Burberry. Platz vier und fünf belegen Abercrombie & Fitch und Lacoste. Im Internet sei die Erfüllung der Sehnsucht nach Statussymbolen nur einen Klick entfernt, so Piegsda-Rohowski weiter. Für derart beworbene Marken habe sich Luxus-Spam zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelt, und betroffene Marketingverantwortliche stünden vor einer großen Herausforderung.

 


22.03.2005 – Bösen Bots auf der Spur

16.03.2005 – Gegen Spam auf breiter Basis

02.03.2005 – Anti-Spam mit steigender Nachfrage

14.02.2005 – Spam wird mobil

09.02.2005 – Neue Mittel – mehr Spam


Mehr Infos zum Thema ‚Spam‘


Dieser Artikel erschien am .
Nach oben scrollen