Freiheit für Musiker im Netz?

29.03.2005 – Mit einem neuen Vermarktungsmodell über das Internet möchte eine Downloadplattform für Musik und Mp3s den Künstlern mehr Freiheit geben und sie selbst den Preis für ihre Musik bestimmen lassen.

Mit einem neuen Vermarktungsmodell über das Internet möchte eine Downloadplattform für Musik und Mp3s den Künstlern mehr Freiheit geben und sie selbst den Preis für ihre Musik bestimmen lassen.

Schon seit Jahren streiten sich Industrie, Verwertungsgesellschaften und Rechteinhaber ums liebe Geld. Die Musikindustrie kürze den Kreativen ihre Anteile am Tonträgerverkauf, die Verwertungsgesellschaften schrieben den Aufführenden immer neue Tarife oder Vorschriften vor und Unsummen wanderten auf Sperrkonten. So die Einschätzung der Musikdownloadplattform Die Folge sei, dass Fans aus Unsicherheit oder Protest immer weniger Musik kaufen würden. Ab sofort können deshalb alle auf mp3.de angemeldeten Musiker ihre Songs zum Verkauf anbieten. Den Preis dafür bestimmen sie selbst. So kann ein Track zwischen 29 Cent und 1,99 Euro kosten und ganze Alben zwischen 4,99 Euro und 19,99 Euro.

Musikfans hätten damit endlich die Gelegenheit, sich bei ihren Favoriten ohne Umwege zu revanchieren – indem sie die Musiker für ihre Leistung vergüten. Die Stücke werden im ungeschützten MP3- oder Ogg-Vorbis-Format auf direktem Wege an den Musikkäufer ausgeliefert. Den persönlichen Vertrieb von Musikdateien würden aber nur Newcomer ohne Vertrag wirklich nutzen können, da dies ansonsten den Plattenfirmen unterliegt. Die Werke der Künstler mit Plattenfirmen will mp3.de ab April 2005 ins eigene Download-Angebot übernehmen. Bisher hat mp3.de 120.000 Titel von rund 65.000 eher weniger bekannten Künstlern im Angebot.

 


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