Fernsehhappen aufs Mobiltelefon

11.04.2005 – Das Handy wird wie ein Schwamm immer mehr Funktionen in sich aufsaugen, für die es bislang separate Geräte gibt. So lautet die Quintessenz einer Studie des eco.

Das Handy wird wie ein Schwamm immer mehr Funktionen in sich aufsaugen, für die es bislang separate Geräte gibt. So lautet die Quintessenz einer Studie des eco.

Laut einer Expertenumfrage des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft vertreten 86 Prozent der Fachleute die Auffassung, dass vor allem das Fernsehen Einzug in die mobilen Alltagsbegleiter halten wird. Nicht der Spielfilm, sondern kleine Entertainmenthappen, wie Sportsequenzen, Musikclips und News würden besonders gut ankommen, prognostiziert Bettina Horster vom -Arbeitskreis mCommerce. 88 Prozent der befragten Experten glauben, dass auch künftig die meisten Verbraucher die Mattscheibe in den eigenen vier Wänden einschalten werden. Immerhin liegt das mobile Fernsehen per Handy mit 33 Prozent bei Mehrfachnennungen schon an zweiter Stelle. Nur zwölf Prozent der Fachleute sind von der PC-Medienzentrale fürs Wohnzimmer überzeugt. Wer unterwegs den Handy-Fernseher einschaltet, ist vor allem an Sportsendungen interessiert, meinen 74 Prozent der Experten.

Jeweils 67 Prozent prognostizieren zudem eine Nachfrage nach Nachrichten sowie nach Musik- und Videoclips. Erotische Inhalte halten 48 Prozent für ein Format, das sich auf dem Handy durchsetzen wird. Die Kosten bleiben beim Verbraucher hängen, meinen 40 Prozent der Fachleute. 38 Prozent glauben an Videoclips, die im Streaming- oder Downloadverfahren aufs Handy gelangen. 29 Prozent sind fest davon überzeugt, dass sich der Multimedia Messaging Service (MMS) auf dem Markt durchsetzen wird. Größter Nutznießer des Zusammenwachsens von Fernsehen und Handy werden die Mobilfunkbetreiber sein, sind sich 62 Prozent der Experten einig. 52 Prozent sehen die Werbewirtschaft als den eigentlichen Gewinner, weil die Marketingexperten über das Handy an ihre Kundschaft näher als je zuvor rücken können. Beim digitalen Rechte-Management (DRM) sind 86 Prozent der Fachleute überzeugt, dass die Film-, Musik- und Mobilfunkbranche Milliarden verliert, weil DRM die Verbraucher verunsichert und scharenweise in die Illegalität treibt.

 


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