13.04.2005 – 30 Prozent der Deutschen machen sich Sorgen wegen möglicher gesundheitlicher Risiken der Mobilfunkstrahlung, so eine Umfrage des Bundesamtes für Strahlenschutz. Dabei trägt unzureichende Information in der Fülle zur Verunsicherung bei.
30 Prozent der Deutschen machen sich Sorgen wegen möglicher gesundheitlicher Risiken der Mobilfunkstrahlung, so eine Umfrage des Bundesamtes für Strahlenschutz. Dabei trägt unzureichende Information in der Fülle zur Verunsicherung bei.
Die Studie des zeigt, wie unterschiedlich Mobilfunknutzung, Wissensstand, Informationsbedarf und die Anforderung an Informationen innerhalb der Bevölkerung sind. Dabei wurden fünf Gruppen definiert. Jede Gruppe zeichnet sich durch bestimmte Herangehensweisen an das Thema Mobilfunk aus, zugleich ähneln sich die Personen innerhalb der einzelnen Gruppen aber auch hinsichtlich anderer Merkmale: (1)Sorglose interessierte Vielnutzer verwenden das Handy beruflich und privat. Sie sind allgemein an technischen und gesundheitlichen Themen interessiert, stufen den Mobilfunk aber nicht als besorgniserregend ein. (2)Besorgte informationsbedürftige Nutzer brauchen das Handy zur Organisation ihres Alltages, fürchten jedoch mögliche Risiken. Sie sind dementsprechend stark am Thema interessiert und haben bereits eine Vielzahl von Informationen eingeholt.
(3)Sorglose überforderte Wenignutzer verwenden das Handy kaum und sind über mögliche Gefahren schlecht informiert. Sie fühlen sich von der Fülle der Informationen und die Komplexität des Themas überfordert. Zu dieser Gruppe zählen überwiegend ältere Leute. (4)Sorglose desinteressierte Vielnutzer sind jung und mit der Mobilfunktechnologie aufgewachsen. Sie betrachten das Handy als selbstverständlichen Bestandteil ihres Lebens. Ihr Interesse an gesundheitlichen Themen ist äußerst gering. (5)Mäßig besorgte Wenignutzer haben ein relativ geringes Interesse am Thema. Für Informationen zu möglichen gesundheitlichen Risiken lässt sich diese Gruppe jedoch interessieren. Bürgerinnen und Bürger sind aber nicht zwangsläufig zu wenig informiert worden, so Anja Schröder vom BfS. Gerade die Fülle an unterschiedlichen Informationen schaffe Verwirrung. Zudem kämen die Informationen aus den verschiedensten Quellen, deren Glaubwürdigkeit ganz unterschiedlich eingeschätzt werde.
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