GSM noch lange nicht veraltet

18.04.2005 – So richtig will UMTS ja nicht in Schwung kommen und entsprechend reagiert jetzt die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Von einer Erweiterung der älteren GSM-Bänder ist die Rede – abgetreten hat diese das Militär.

So richtig will UMTS ja nicht in Schwung kommen und entsprechend reagiert jetzt die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Von einer Erweiterung der älteren GSM-Bänder ist die Rede – abgetreten hat diese das Militär.

Nach Verhandlungen mit dem militärischen Bedarfsträger konnte die erreichen, dass das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) auf die weitere militärische Nutzung der Erweiterungsbänder im GSM-Bereich (E-GSM-Bänder) verzichtet. Dieses frei gewordene Spektrum im Bereich von 880-890/925-935 MHz (10 MHz gepaart) soll als weiteres Spektrum dem digitalen zellularen Mobilfunk zur Verfügung gestellt werden. Man sei in der Lage, so Matthias Kurth Präsident der Regulierungsbehörde, trotz der vorhandenen guten Versorgung des Mobilfunks mit Frequenzen zusätzlich 10 MHz für GSM zu mobilisieren. Damit würde man den kommerziellen Bedürfnissen des Mobilfunks, aber auch den wachsenden Kundenbedürfnissen und der nach wie vor steigenden Nachfrage gerecht. Nicht nur bei UMTS, sondern auch im GSM-Bereich gebe es nach wie vor erhebliche Investitionen und der Netzausbau sei noch nicht abgeschlossen. Eine vollständige Substitution von GSM durch UMTS werde sich gegenüber ursprünglichen Annahmen um Jahre verzögern. Daher sei die jetzt geplante Erweiterung der Frequenzvergabe im GSM-Bereich sinnvoll und entspreche den Bedürfnissen des Marktes, so Kurth weiter.

Dieses Spektrum im Bereich 900 MHz wäre insbesondere für den GSM-Netzausbau in ländlichen Regionen von großer Bedeutung. Die Reg TP beabsichtigt daher, die entsprechenden Frequenznutzungspläne unmittelbar zu aktualisieren und im ehemals militärisch belegten Bereich eine künftige Nutzbarkeit für „digitalen zellularen Mobilfunk“ vorzusehen. Es ist geplant, über die Nutzung der E-GSM-Bänder bis Ende 2005 zu befinden. Zeitgleich mit der Anhörung zum Konzept der Bereitstellung der E-GSM-Bänder für den Mobilfunk soll auch das Thema ‚UMTS’ erneut aufgegriffen werden. Interessierte Kreise zur künftigen Nutzung der Frequenzen im sog. UMTS-Kernband (1900 – 2170 MHz) sollen angehört werden, zeitgleich aber auch die künftige Nutzbarkeit des sog. UMTS-Erweiterungsbandes (2500 – 2690 MHz) zum Gegenstand der Anhörung gemacht werden.

 


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