RFID-Plattform für Sicherheit

10.05.2005 – Trotz erster Schritte in den neuen RFID-Schuhen sind die Unternehmen noch unzureichend ausgerüstet – besonders bei der Sicherheit. Aber es gibt schon Lösungsansätze.

Trotz erster Schritte in den neuen RFID-Schuhen sind die Unternehmen noch unzureichend ausgerüstet – besonders bei der Sicherheit. Aber es gibt schon Lösungsansätze.

Transponder und Funketiketten breiten sich unaufhaltsam aus, trotz vieler Bedenken beim Datenschutz. Um die Sicherheit der RFID-Technologie zu erhöhen, haben Forscher eine Software-Plattform entwickelt, die verschiedenste Sensornetze mit der jeweiligen Firmen-IT verbindet. Im Großhandel halten die neuen RFID-Funketiketten bereits Einzug, und es sei nur eine Frage von Zeit und Kosten, bis die Tags auch im Einzelhandel die heute üblichen Strichcodes ersetzen, so die Experten. Logistiker sprechen hier vom ‚Internet der Dinge’, und wie in allen Kommunikationsnetzen ist Sicherheit auch hier ein bedeutendes Thema. Das gilt insbesondere dann, wenn RFID-Systeme über Unternehmensgrenzen hinweg genutzt werden, beispielsweise entlang einer Lieferkette. So erfassen Sensoren an Fließbändern die Identität eines Objekts, und Aktoren leiten sie in eine neue Richtung weiter. Der Warenfluss soll nachvollziehbar sein, weshalb die anfallenden Daten aufgezeichnet und gespeichert werden.

Um alle beteiligten Unternehmen vor Datenverlusten, Systemstörungen und Spionage zu schützen, haben Informatiker vom die Middleware ‚Sensors Actuators Network – SAN’ entwickelt. Wie ein Adapter vermittle die Software-Plattform zwischen Unternehmens-IT und Sensorsystemen, erläutert Stephan Vollmer vom Institut. In beiden Bereichen verschlüssele und schütze sie die Daten. Das Besondere sei jedoch, dass sie mit den Systemen aller Hersteller verwendet werden könne. Ein erster Prototyp soll auf der Messe ‚Sensor’ vom 10. bis 12. Mai in Nürnberg präsentiert werden. Für Unternehmen biete SAN einen einfachen und preisgünstigen Einstieg in die RFID-Technologie, denn sie könnten ihre bestehenden informationstechnologischen Systeme weiterhin nutzen. Auch die Sensornetze lassen sich – anders als bei derzeitigen Komplettlösungen – flexibel erweitern oder austauschen. Die Abhängigkeit von einem System und seinem Hersteller soll sich so verringern.

 


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