Macht es elektronisch

11.05.2005 – Beim Thema Einsparungen durch elektronische Beschaffung und Ausschreibung sind die Unternehmen zwar hellhörig – aber noch lange nicht gut ausgestattet.

Beim Thema Einsparungen durch elektronische Beschaffung und Ausschreibung sind die Unternehmen zwar hellhörig – aber noch lange nicht gut ausgestattet.

Viele Unternehmen haben Fortschritte bei der elektronischen Beschaffung, dem eProcurement, gemacht. Über ein Drittel der Unternehmen (35 Prozent) berichtete von Einsparungen hinsichtlich der Prozesskosten in Höhe von bis zu 50 Prozent. Aber zugleich lagen noch große Kostensenkungspotenziale brach. Das hat das eine Erhebung des ergeben. Insgesamt setzten 83 Prozent der Unternehmen elektronische Kataloge für den Einkauf, das Desktop Purchasing, ein; 2004 waren es noch 68 Prozent. 70 Prozent wickeln bis zu 30 Prozent via Desktop ab, im Jahr zuvor waren es gerade mal 15 Prozent. Im Bereich Handel/Dienstleistung beschaffen 18 Prozent bis zu 40 Prozent über eKataloge. Nur noch neun Prozent setzen Desktop Purchasing noch nicht ein. In der Industrie beschaffen nur fünf Prozent bis zu 40 Prozent über eKataloge und 26 Prozent haben diese noch nicht für sich nutzbar gemacht. Trotzdem zeigen 26 Prozent der Unternehmen sich zu großen Teilen sehr zufrieden mit der Servicequalität der Desktop Purchasing-Tools.

Deutlich zurückhaltender ist man bei elektronischen Ausschreibungen und Auktionen, dem eSourcing. 52 Prozent in der Industrie und 46 Prozent in Handel/Dienstleistung haben noch keine Erfahrungen. Für Jürgen Marquard vom BME sei das unverständlich angesichts der Tatsache, dass rund 40 Prozent der Unternehmen eine Einsparung von bis zu 25 Prozent durch eSourcing erzielten. Fünf Prozent der Industrieunternehmen gaben an, bis zu 50 Prozent Einsparung erreicht zu haben. Hier müsse also noch Überzeugungsarbeit mit effizienten Bausteinen, durch relevante Analysen, verlässliche Standards und gezielte Informationskonzepte geleistet werden. Man gehe zudem von einem steigenden Anteil der eProcurement-Tools aus. In Sachen eSourcing sind 26 Prozent der Unternehmen sehr zufrieden. Das spreche für die Anbieter, die aus Erfahrungen gelernt haben und weiter lernen. Allen Unternehmen sei zu raten, sich intensiv mit dem teilweise noch immer intransparenten Markt zu befassen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

 


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