Die Bandbreite von Breitband

13.05.2005 – Breitband ist in aller Munde, aber noch lange nicht in allen Haushalten – Zeit für ein wirtschaftliches Resümee des vergangenen Jahres.

Breitband ist in aller Munde, aber noch lange nicht in allen Haushalten – Zeit für ein wirtschaftliches Resümee des vergangenen Jahres.

Die Umsätze, die Breitband-Mehrwertdienste generieren konnten, haben sich im Jahr 2004 verdoppelt. Die Dienste, die im englischen Broadband Value-Added Services (BVAS) heißen, beliefen sich noch Anfang 2004 auf 3,3 Mrd. US-Dollar, Ende 2004 waren es 6,9 Mrd. US-Dollar. Das fand eine Studie von heraus. Der BVAS-Markt war besonders für Service Provider wichtig, die neue Wege finden mussten, um Umsätze für Breitbanddienste zu steigern. Das vergangene Jahr lief aus ihrer Sicht gut: Sowohl die Zahl der Nutzer, als auch die Umsätze stiegen. Die Zahl der Breitbandverbindungen der Konsumenten wuchs um 45 Prozent auf 131 Millionen. Durch Preissenkungen stieg die Zahl der Anschlüsse schneller als die Umsätze. Anfang des Jahres 2005 konnten BVAS 18 Prozent des Marktes mit Breitband ausmachen gegenüber zehn Prozent im vergangenen Jahr.

Die aktuelle Verteilung der Mehrwertdienste sieht die Sicherheit an der Spitze mit 38 Prozent, gefolgt von IP-Telefonie und Home-Networks mit jeweils 20 Prozent. Danach kommen Gaming (zwölf Prozent), Musik-Downloads (sechs Prozent) und Video-Over-Broadband (vier Prozent). Das größte Werte-Wachstum erreichten die Bereiche Sicherheit, IP-Telefonie und die Home-Networks. Das Auftreten von IP-Telefonie ist besonders signifikant, da VoIP eine echte Anwendung für Breitband darstellt und nicht nur ein Supporting Tool. Der Erfolg von Musik-Downloads sei, nach Vermutungen der Studie, ein Indikator für das Potential der Content-Applications über das Internet, bei denen Nutzer zum richtigen Preis attraktive Produkte geboten bekämen. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer stieg bei Sicherheit (+0,67 US-Dollar), Online-Spielen (+0,62 US-Dollar) und IP-Telefonie (+0,59 US-Dollar). Bei den Musik-Downloads sank er sogar (-2,89 US-Dollar). Insgesamt konnte der weltweite durchschnittliche Umsatz pro Nutzer aber von 37 US-Dollar jährlich auf 52 US-Dollar gesteigert werden.

 


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