Wunsch-CDs zum Selberbrennen

04.06.2003 – Mit einer neuen Initiative im stationären Geschäft wollen Sony und Universal jetzt eine erfolgreiche Alternative gegen die einschlägigen Online-Tauschbörsen etablieren.

Mit einer neuen Initiative im stationären Geschäft wollen Sony und Universal jetzt eine erfolgreiche Alternative gegen die einschlägigen Online-Tauschbörsen etablieren.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, haben die beiden Musikverlage gestern in Lübeck im Rahmen der Vorstellung eines entsprechenden neuen Pilotprojekts ihre Idee präsentiert. So sollen Kunden künftig im Handel bis zu 15 Titel auswählen und diese anschließend auf einer individuellen CD zusammenstellen dürfen. Die Titel werden dabei via Scanner über einen kleinen, tragbaren Minicomputer eingelesen. Ist der Preis von 99 Eurocent je Stück dann an der Kasse entrichtet, können die ausgewählten Titel innerhalb von 4-5 Minuten auf eine CD gebrannt werden. Im Rahmen des Pilotprojekts steht zunächst eine Auswahl von rund 20.000 Titeln zur Verfügung, später soll dann der Zugriff auf gut eine Million Tracks möglich sein.

Sollte sich das Modell als erfolgreich erweisen, ist sowohl die Einbindung von weiteren Mitbewerbern wie AOL Time Warner, BMG oder EMI als auch eine Vermarktung über große Handelsketten angedacht. Hier haben auch bereits zwei Anbieter ihr Interesse kundgetan.

Mit dem neuen Angebot hofft man gezielt den Kreis der potentiellen Tauschbörsen-Nutzer anzusprechen. Von daher gehen die beiden Anbieter gegenwärtig auch nicht davon aus, dass sich durch das neue Modell der Absatz kompletter Alben senken werde.

 


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