EDI lebt – für alle

08.06.2005 – Wer macht denn heute noch in EDI? Viel mehr, als oft angenommen. Und mit der neuen Initiative EDI2ALL soll die Verbreitung zusätzlich gesteigert werden.

Wer macht denn heute noch in EDI? Viel mehr, als oft angenommen. Und mit der neuen Initiative EDI2ALL soll die Verbreitung zusätzlich gesteigert werden.

Mit EDI2ALL hat eine Community gegründet, die sich speziell an die Unternehmen der Automobilzulieferer-Branche richtet. Ziel dieser Plattform ist der kostenlose Austausch von EDI-Anbindungen, die in einem Unternehmen bereits vorhanden sind und von anderen für den gleichen Vorgang benötigt werden. Durch diesen Service soll die Elektronisierung der Geschäftsprozesse weiter vorangetrieben und der Nutzungsgrad von EDI deutlich gesteigert werden. „Wir stellen in der Zulieferer-Branche ein Elektronisierungsparadoxon fest: Jeder könnte zwar mit jedem elektronisch kommunizieren, hat aber nur einen Bruchteil der relevanten Geschäftsprozesse tatsächlich realisiert.“, erklärt Stefan Tittel, Managing Director bei indatex. „Übertragen gesehen hat so jeder sein eigenes Telefonnetz.“

Dabei ist gerade in der Automobilbranche die Überlappung der anschließenswerten Geschäftspartner extrem hoch: So liefern etwa 82 Prozent der BMW-Lieferanten auch an DaimlerChrysler, Anbindungen zu Bosch werden in etwa 4.000 separaten EDI-Systemen gepflegt und gemanagt. Das bedeutet, dass alle nötigen Anbindungen bereits vielfach vorliegen. Durch die neue Initiative soll nun deren Nutzung in der gesamten Branche deutlich zunehmen. Dabei partizipiere jeder von dem Beitrag anderer Unternehmen, erläutert Tittel, und Anfangsinvestitionen entfielen. Es entstünden nur die tatsächlichen Transaktionskosten für die einzelne Übertragung. Sie liege je Weiterleitung im Cent-Bereich. Vor dem Hintergrund der hohen finanziellen Belastung gerade in der Zuliefererbranche stelle dies einen Weg dar, Ausgaben zu reduzieren und gleichzeitig die hohen Qualitätsstandards zu halten. Die Kostensenkungspotenziale könnten im Bereich von bis zu zwei Prozent des jeweiligen Unternehmensumsatzes liegen.

 


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