Arbeiten? Spielen? Ohne Schaden?

10.06.2005 – Während der Arbeitszeit lässt sich vieles erledigen – und spielen kann man auch noch. Ob das nun gut ist oder schlecht, darüber sind die Experten unterschiedlicher Meinung.

Während der Arbeitszeit lässt sich vieles erledigen – und spielen kann man auch noch. Ob das nun gut ist oder schlecht, darüber sind die Experten unterschiedlicher Meinung.

Die Ausgangslage: Eine Studie von kommt aktuell zu dem Ergebnis, dass rund 50 Prozent der Spieler von Multiplayer-Browsergames während der Arbeitszeit oder in der Schule spielen. Dies führe in Deutschland jährlich zu einem Ausfall von rund 15 Mio. Arbeitsstunden – und resultiere in einem volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 300 Millionen Euro pro Jahr.

Aber Schaden muss nicht immer gleichbedeutend mit "schlecht" sein. Der leitende Redakteur von Gamesdynamite.de, Oliver Hartmann, setzt auf eine andere Interpretation: „Diese Spiele haben einen ungeheuren Suchtfaktor – deshalb schauen die Spieler den ganzen Tag immer mal wieder rein. Das ist aber sicher besser als eine verlängerte Kaffeepause. Bei diesen Browsergames muss wirtschaftlich gedacht und strategisch vorgegangen werden.“ Und Sebastian Witzmann, Spieleleiter des kommerziellen Browsergames-Portals rsn-games.de, bestätigt diese positive Einschätzung: „Studien der Universität Utrecht belegen sogar, dass Online-Games am Arbeitsplatz die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter fördern“.

Zum Hintergrund: Nach Mitteilung der Verantwortlichen gaben 835 (50,8 %) der befragten 1.643 Spieler von Multiplayer-Browsergames an, auch am Arbeitsplatz zu spielen. Unter der Prämisse, dass rund die Hälfte der Befragten sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, spielten damit 25 Prozent der Spieler am Arbeitsplatz. Dieses Ergebnis werde gestützt durch eine von Gamesdynamite.de bei dem Browserspiel Xwars.de in Auftrag gegebene Umfrage, nach der 30 Prozent der befragten 15.746 X-Wars-Spieler auch am Arbeitsplatz spielten.

 


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