Otto: Supermarkt erreicht Verfallsdatum

12.06.2003 – Der Versandhandelsriese galt lange Zeit als der große Hoffnungsträger für den Online-Vertrieb von Lebensmitteln. Zum Ende des Monats streicht auch er nun endgültig die Segel.

Der Versandhandelsriese galt lange Zeit als der große Hoffnungsträger für den Online-Vertrieb von Lebensmitteln. Zum Ende des Monats streicht auch er nun endgültig die Segel.

Offiziell wurde das laufende Geschäft des nunmehr flugs zu einem ‚Markttest’ erklärt, der in der Erkenntnis mündete, dass die Zeit für Lebensmittel im Internet ganz offensichtlich noch nicht reif sei. Das Unternehmen legt zwar Wert auf die Feststellung, dass das Geschäft isoliert betrachtet durchaus erfolgreich gewesen sei, dass sich aber „angesichts des gesamtwirtschaftlichen Marktumfeldes mit ruinösem Preiswettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel auf absehbare Zeit das betriebswirtschaftlich sinnvolle Absatzvolumen nicht erreichen“ lasse. Erst im vergangenen Sommer hatte man dagegen voller Optimismus ein eigenes Warenlager für die Sparte in Betrieb genommen.

Bundesweit lieferte der Otto-Supermarkt ein Sortiment von knapp 2.500 Produkten mit eher unkomplizierter Lieferbarkeit und Haltbarkeit aus und versuchte sich im Großraum Hamburg darüber hinaus im Vertrieb von Frischeprodukten. Zum 30. Juni 2003 wird dieses Geschäft nunmehr eingestellt und für die knapp 30 Beschäftigten werden sozialverträgliche Lösungen in Aussicht gestellt. Der Lebensmittelhandel via Internet beschränkt sich hierzulande damit wieder auf regionale und insbesondere lokale Angebote.

 


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