Kunst führt vor

22.06.2005 – Kommt Kunst doch von Können? Der neue Internetauftritt des Louvre geht in Sachen Aufbereitung von Tonnen von Informationen mit gutem Beispiel voran.

Kommt Kunst doch von Können? Der neue Internetauftritt des Louvre geht in Sachen Aufbereitung von Tonnen von Informationen mit gutem Beispiel voran.

Wahrlich ein gelungener Auftritt, den der nun im Netz hinlegt – und die Architektur und Aufmachung kann mit dem Reichtum der Architektur des Museumsgebäudes in Paris durchaus mithalten. Schon vor zehn Jahren hat der Louvre Standards gesetzt: Mit der Digitalisierung seiner Bilder, wohingegen andere Websites leer und öde aussahen. Kopisten sollten aber Vorsicht walten lassen: Zuviel ist nicht unbedingt gut für die Übersicht und das Besuchsvergnügen. Deshalb machte und macht der sichere Umgang mit der überwältigenden Menge an Material den Internetauftritt so gelungen. Das Louvre hat in seiner permanenten Kollektion über 35.000 Werke sowie 140.000 Zeichnungen und Grafiken, die über 60.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche einnehmen. Entsprechend hoch also das Risiko den Besucher mit Informationen zu erschlagen. Aber weit gefehlt: Auf den ersten Blick wirkt die Website bescheiden und übersichtlich.

Doch wo soll man Anfangen mit dem Rundgang? Hierzu bietet der neue Webauftritt des Louvre neben acht Kuratoren-Abteilungen wie griechische Skulpturen oder Gemälde auch das nur im Internet realisierbare Kaleidoskop an. In diesem Bereich kann der Besucher aus einer Vielzahl von Themenschwerpunkten seinen Favoriten aussuchen und läßt sich Bestand entsprechend aufbereitet zeigen. Ähnlich angelegt ist die Rubrik der virtuellen Touren, bei denen der Besucher im 360 Grad Rundumblick verschiedene Themen betrachten kann. So gelungen die Aufarbeitung in der Gesamtstruktur ist, so überzeugend ist sie auch im Detail. Nicht nur die Mona Lisa in bestechender Qualität bekommt man zu sehen, sondern man kann auch Bildausschnitte wählen, in denen man sogar das Craquelé sieht. Jeder Darstellung entlockt der Cursor durch Überfahren mit der Maus zusätzlich Informationen zum Künstler und das Entstehungsjahr. Abschließend sei noch die Suchmaschine des Louvre erwähnt, die über Informationen von 37.000 Museen weltweit verfügt, die in über 100 verschiedenen Kategorien eingeteilt sind.

 


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