Droht ein Hotspot-Flop?

23.06.2003 – Nach dem Dotcom-Crash belebte die wLAN-Welle wieder nachhaltig die Begeisterung für das Geschäft mit dem Internet. Jetzt warnen Experten vor verfrühter Euphorie.

Nach dem Dotcom-Crash belebte die wLAN-Welle wieder nachhaltig die Begeisterung für das Geschäft mit dem Internet. Jetzt warnen Experten vor verfrühter Euphorie.

Desillusionierung betreiben die Analysten von , soweit es um das Thema "Öffentliche wLAN Hotspots" geht. In einem neuen Bericht sagen sie voraus, dass im Jahr 2008 insgesamt 286 Mio. Bluetooth-fähige Geräte wie Telefone, Laptops und PDAs lediglich 53 Mio. Endgeräten gegenüberstehen werden, die für die Nutzung der wLAN-Technologie ausgerüstet sind. Aber Bluetooth und wLAN seien komplementäre Technologien, die selten konkurrierten, so Forrester Analyst Lars Godell. Er geht davon aus, dass das Geschäft mit den öffentlichen wLAN-Zugängen ein Fehlschlag werden wird – im Jahr 2008 sei lediglich mit der kleinen Zahl von 7,7 Mio. Nutzern zu rechnen.

Die Argumentation von Forrester ist simpel: Für den Erfolg von öffentlichen Hotspots sind Laptops das "Killer-Device". Aber nur zehn Prozent der Europäer besitzen derzeit einen Laptop und bis 2008 wird diese Zahl nach Einschätzung von Forrester lediglich auf 16 Prozent steigen. Und nicht alle werden öffentliche Hotspots nutzen, die Expertenschätzung liegt bei 20 Prozent der Besitzer von wLAN-fähigen PDAs und 15 Prozent der Laptop-Nutzer. Im Vergleich mit den 312 Mio. Mobiltelefonierern, die für das Jahr erwartet werden, kommt Analyst Godell zu einer eindeutigen Schlußfolgerung: Die Hotspot-Blase ist seiner Einschätzung nach reif zum Platzen.

 


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