wLAN-Flop: Experten uneins

24.06.2003 – Gestern noch sorgte die Prognose des baldigen Hotspot-Flops für Aufregung. Heute dagegen werden sprachorientierte Dienste als Killerapplikation für wLAN-Service Provider angekündigt.

Gestern noch sorgte die Prognose des baldigen Hotspot-Flops für Aufregung. Heute dagegen werden sprachorientierte Dienste als Killerapplikation für wLAN-Service Provider angekündigt.

Während Forrester das baldige Platzen der Hotspot-Blase prophezeit, beschreiben die Experten von weiterhin eine eher rosige Zukunft für die so genannten WISPs (Wireless Internet Service Provider). Sie gehen davon aus, dass sprachorientierte Dienste als Killerapplikation eine Menge Geld in die Kassen von wLAN Hotspot Anbietern spülen können – insbesondere, wenn sie große Netzwerke unterhalten.

Zunächst sei zwar mit steigendem Preisdruck auf die Hotspot Betreiber zu rechnen, da die Konkurrenz schnell zunehme und die Kosten für Hardware schnell sinken. In der Konsequenz werde sich so allerdings die Marktdurchdringung mit Hotspots erheblich beschleunigen. Für Einrichtungen wie Kneipen, Bars und Cafes könne das Angebot eines kostengünstigen oder sogar kostenlosen wLAN-Zugangs ein wichtiger Köder sein, der Geschäftsleute als neue Kundengruppe erschließe. WISPs müssen sich dabei aber nach Einschätzung der Experten von Datamonitor darauf einstellen, dass bei den Nutzern nur eine geringe Bereitschaft vorhanden sei, für den drahtlosen öffentlichen Internetzugang höhere Gebühren zu bezahlen. Als eine Möglichkeit, die Infrastruktur nicht nur zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung zu stellen, empfehlen sie das Angebot von Sprachdiensten. Auch wenn eine Verfügbarkeit vornehmlich auf Metropolregionen beschränkt sei, könne ein Hotspot Netzwerk so zu wesentlichen Umsätzen beitragen – vorausgesetzt, die Preise liegen deutlich unter denen der traditionellen Mobilfunkanbieter. Da die Technologie bereits weithin verfügbar ist (IP-telefonfähige PDAs und Roaming per mobiler IP), halten die Experten von Datamonitor einen solchen Service mit Sicherheit für attraktiv, denn schließlich könnten Unternehmen so ihre Kosten für mobile Telefonate erheblich senken.

 


23.06.2003 – Droht ein Hotspot-Flop?

17.06.2003 – Düsseldorf mit stadtweitem wLAN

02.06.2003 – Starbucks: Ein wenig wLAN zum Kaffee?

30.05.2003 – High-Speed-Surfen über den Wolken

22.05.2003 – Kabel ab im Bermuda3Eck


Mehr News | Spotlights zum Thema ‚wLAN‘


 

Dieser Artikel erschien am .
Nach oben scrollen