24.06.2003 – Auch in absoluten Zahlen sieht eine aktuelle Untersuchung den Großteil der Bundesbürger nunmehr im Internet. Das Verhältnis von Onlinern und Offlinern habe sich demnach im Laufe der letzten zwölf Monate umgekehrt.
Auch in absoluten Zahlen sieht eine aktuelle Untersuchung den Großteil der Bundesbürger nunmehr im Internet. Das Verhältnis von Onlinern und Offlinern habe sich demnach im Laufe der letzten zwölf Monate umgekehrt.
Im Jahr 2003 ist die Hälfte der Deutschen im Internet. Um 5,4 Millionen neue Internet-Nutzer steigt die Zahl der Onliner in Deutschland damit auf insgesamt 32,1 Millionen Bundesbürger über 14 Jahre. Zählten im vergangenen Jahr noch 50,1 Prozent der Deutschen zu den Offlinern, also zu den Nicht-Nutzern des Internet ohne Beschaffungsabsicht, und 41,7 Prozent zu den Nutzern des Mediums, so hat sich das Verhältnis in diesem Jahr nahezu umgekehrt: Den 50,1 Prozent Onlinern stehen heute 42,7 Prozent Offliner gegenüber. Noch immer sind vorwiegend sozial Schwächere, Personen mit niedrigerem Bildungsstand und ältere Menschen nicht online. Auch jeder zweite Bundesbürger ohne Job nutzt mittlerweile das Internet, was einer Steigerung um 17 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch in absoluten Zahlen sieht eine aktuelle Untersuchung den Großteil der Bundesbürger nunmehr im Internet. Das Verhältnis von Onlinern und Offlinern habe sich demnach im Laufe der letzten zwölf Monate umgekehrt. Dies sind die Kernergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2003, den heute in Berlin vorgestellt haben. Mit über 30.000 Interviews ist dies die größte Studie zur Nutzung und Nicht-Nutzung des Internet, die es ermöglicht, bis auf die Ebene der Regierungsbezirke regionale Unterschiede der Internet-Nutzung in Deutschland sichtbar zu machen.
Besonders starke Zuwächse der Internet-Nutzung hat TNS Emnid in den neuen Bundesländern festgestellt. Hier stieg der Anteil der Internet-Nutzer von 37 auf 47 Prozent in 2003. Das West-Ost-Gefälle der Internet-Nutzung, das 2002 noch deutlich ausgeprägt war, verschwimmt damit zusehends. In einigen Regierungsbezirken Ostdeutschlands sind anteilsmäßig sogar mehr Bundesbürger online als in Teilen der alten Bundesländer.
Der Blick auf die andere Seite des digitalen Grabens zeigt, dass Offliner, also Nicht-Nutzer des Internet ohne Beschaffungsabsichten, deutlich älter und überwiegend weiblich sind, über ein formal niedriges Bildungsniveau und ein deutlich niedrigeres Einkommen verfügen. Auch wenn die Zahl der Offliner stetig abnimmt, treten die Merkmale, die Onliner und Offliner unterscheiden, deutlich hervor. So werden Onliner im Durchschnitt zwar immer älter, die Offliner allerdings auch. Allein in der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren sind seit 2002 1,8 Millionen neue Onliner zu verzeichnen. Das Durchschnittsalter der Onliner ist von 36,6 Jahre auf 37,7 Jahre gestiegen, während die Hälfte der Offliner älter als 62 Jahre ist.
Auch der Abstand zwischen Männern und Frauen bezüglich der Internet-Nutzung hat sich im letzten Jahr wieder vergrößert. Zwischen 2001 und 2002 war der Zuwachs an weiblichen Internet-Nutzern größer. In diesem Jahr sind 80 Prozent der Männer zwischen 14 und 40 Jahren online und 68 Prozent der Frauen. Die Abstände vergrößern sich in den höheren Altersgruppen: Die knapp 6 Prozent Onliner unter den über 70-Jährigen sind zu 80 Prozent Männer.
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