28.06.2005 – Nach dem Ausstieg von T-Mobile war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit: Die "Mobile Payments Services Association" gibt auf.
Nach dem Ausstieg von T-Mobile war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit: Die "Mobile Payments Services Association" gibt auf.
Im Februar 2003 waren die vier großen und international agierenden Mobilfunkanbieter Orange, Telefonica Moviles, T-Mobile und Vodafone an den Start gegangen, ein hochgestecktes Ziel im Visier: auf europäischer Ebene ein gemeinsames Mobile-Payment-System zu entwickeln und zu betreiben. Die "Mobile Payments Services Association (MPSA)" agierte seit Mitte 2003 unter dem Markennamen "Simpay" – allerdings weitgehend ohne öffentliche Aufmerksamkeit. Und nachdem die Ausstiegsabsichten von T-Mobile Mitte Juni bereits durch die Presse geisterten, hat nun offiziell in einer Presseerklärung die Einstellung aller Aktivitäten mitgeteilt.
Zumindest das intellektuelle Kapital von Simpay können die Partner weiterhin nutzen – auf nationaler Ebene, heißt es in der Erklärung. Und sowieso sehen andere Akteure im mPayment-Markt das Ende von Simpay durchaus positiv. So sieht Key Pousttchi, Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Commerce am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering der Universität Augsburg, im Scheitern von Simpay in erster Linie eine Chance für die Schaffung effizienter nationaler Lösungen im mPayment. "Nach unseren Untersuchungen", so Pousttchi in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem UniPressedienst der Universität Augsburg, "haben nationale, aber dafür umfassende und nutzerfreundliche Lösungen erheblich bessere Aussichten auf einen Marktdurchbruch des Bezahlens mit dem Handy als Strategien, wie sie mit Simpay verfolgt wurden."
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