Phish stinkt!

29.06.2005 – Phishing nervt nicht nur wie Spam, sondern ist auch noch hinterhältig. Viele US-Amerikaner lassen es deshalb online etwas langsamer angehen – ganz im Gegensatz zu den Attacken.

Phishing nervt nicht nur wie Spam, sondern ist auch noch hinterhältig. Viele US-Amerikaner lassen es deshalb online etwas langsamer angehen – ganz im Gegensatz zu den Attacken.

Immer mehr Berichte über gestohlenen Daten erschüttern das Vertauen der US-amerikanischen Konsumenten. 28 Prozent, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, bekamen in den letzten zwölf Monaten seit Mai 2005 mehr Phishing-Mails. Das sind Ergebnisse einer Studie von . Insgesamt erhielten (oder glaubten es zumindest) 57 Mio. erwachsene US-Amerikaner eine Phishing-Mail. 2,4 Mio. Online-Konsumenten verloren direkt Geld wegen dieser Attacken. Nach Berechnungen der Experten von Gartner betrugen die bezifferbaren gesamten Verluste bei etwa 1,2 Mio. Betroffenen im letzten Jahr ungefähr 929 Mio. US-Dollar. Allerdings wurden in den meisten Fällen Banken und Kreditkarten-Institute aktiv und übernahmen den Schaden.

Die Konsequenzen: Die meisten Konsumenten öffnen keine eMail von Personen oder Firmen, die sie nicht kennen. 80 Prozent der US-Online-Konsumenten sagen, dass ihr Vertrauen in die eMail erschüttert sei. 85 Prozent davon löschen eMails von unbekannten Absendern ungelesen. Drei von vier Online-Käufern sagen, dass sie vorsichtiger seien, wo sie Produkte kauften. Ein Drittel der Befragten kauft weniger online aus eben diesen Sicherheitsbedenken.

Die Phishing-Attacken werden aber nicht weniger. 40 Prozent der Befragten erhielten eine solche Mail in den zwei Wochen der Erhebung vor Ende Mai 2005. 23 Prozent erhielten Phishing-Mails zwei Wochen früher. 63 Prozent bekamen solche Angriffe im Zweitraum seit Ende April 2005. Die Gefahr etwas zu verlieren ist für die US-Amerikaner nicht gering. Immerhin 77 Prozent shoppen online, 73 Prozent loggen sich regelmäßig in Bank-Accounts ein und 63 Prozent bezahlen Rechnungen online. Fast 30 Prozent der Online-Banker wurden in ihrem Verhalten beeinflusst durch die Attacken – drei Viertel loggt sich deshalb nicht mehr so häufig ein. Fast 14 Prozent hat wegen der Gefahr aufgehört Rechnungen elektronisch zu begleichen.

 


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