30.06.2005 – Ferien können schädlich sein: Virtuelle Postkarten schüren möglicherweise nicht nur das Fernweh, sondern öffnen Trojanern ein Einfallstor.
Ferien können schädlich sein: Virtuelle Postkarten schüren möglicherweise nicht nur das Fernweh, sondern öffnen Trojanern ein Einfallstor.
Die Computersicherheitsexperten von Sophos warnen vor einer neuen Spam-Kampagne, denn sie entdeckten bereits mehrere hundert Spam-Mails, die die Empfänger über den vermeintlichen Erhalt einer virtuellen Postkarte informierten. Der angegebene Link auf eine Website, auf der die eCard hinterlegt sein soll, führe ahnungslose PC-Anwender jedoch auf eine Seite, über die sich im Hintergrund mehrere Schadprogramme auf den Rechnern der User installierten. Dazu gehörte auch ein Trojaner, der versucht, die persönlichen Bankdaten der Anwender auszuspionieren.
Sophos betont, dass vor allem Windows-Nutzer Ziel dieser heimtückischen
Spam-Attacke seien. Folgten diese dem in der eMail angegebenen Link, gelangten sie auf eine Website, die gezielt Schwachstellen in Software-Programmen von Microsoft ausnutze, um mehrere elektronische Schadprogramme herunter zu laden. Darunter befinde sich auch der von Sophos unter der Bezeichnung ‚Clsldr-D‘ geführte Trojaner sowie der so genannte ‚Divo-A‘-Trojaner. Dieser ziele darauf ab, die persönlichen Daten und Eingaben des betroffenen Anwenders beim Online-Banking auszuspionieren.
Zur Tarnung verwenden die Versender dieser Spam-Mails unterschiedliche Domain-Namen. Computeranwendern wird deshalb dringend empfohlen, sich darüber zu vergewissern, dass ihre Virenschutz-Programme mit den aktuellen Updates sowie ihre Microsoft-Software mit den neuesten Patches ausgerüstet sind. Außerdem sollten alle Anwender stets vorsichtig mit unverlangt empfangenen eMails umgehen. Hierzu Pino von Kienlin, Geschäftsführer der Sophos GmbH: "Da die Spam-Mails ohne Attachments bei den Empfängern ankommen, wägen sich einige von ihnen in Sicherheit. Arbeiten sie jedoch mit unzureichend geschützten Rechnern, bringen sie sich durch den bloßen Klick auf den angegebenen Link in Gefahr, von den elektronischen Schädlingen infiziert zu werden." Die neue Spam-Kampagne sei vor allem deshalb so gefährlich, weil einige Empfänger meinten, eine der eMails sei von einem Freund oder Arbeitskollegen, von dem sie länger nicht gehört haben, und womöglich aus Neugier auf den Link klickten.
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