Per Hotspot auf Kundenfang

01.07.2003 – Einfach wird es wohl nicht werden, will man mit wLAN Geld verdienen. Erfolg versprechend sieht derzeit die Option aus, per Hotspots die potentiellen Kunden für das Kerngeschäft zu finden und zu binden.

Einfach wird es wohl nicht werden, will man mit wLAN Geld verdienen. Erfolg versprechend sieht derzeit die Option aus, per Hotspots die potentiellen Kunden für das Kerngeschäft zu finden und zu binden.

Als Dritte im Bunde machen sich nun nach Forrester und Datamonitor auch die Experten von Gedanken darüber, welche Geschäftsmodelle sich rund um die wLAN-Technologie erfolgreich realisieren lassen. Sie gehen davon aus, dass die Zahl der verfügbaren Hotspots weltweit zwar von gerade einmal 1.200 im Jahr 2001 bis heute bereits auf 71.000 gestiegen ist, die Nachfrage von Seiten der Nutzer aber noch nicht ausreichend befriedigt wird. Laut Ian Keene von Gartner wird die Zahl der Hotspot-Nutzer in diesem Jahr bei 9,3 Mio. liegen, davon 4,7 Mio. in Nordamerika, 2,7 Mio. im asiatisch-pazifischen Raum und 1,7 Mio. in Europa.

Die weitaus meisten öffentlichen Hotspots wurden im vergangenen Jahr vom stationären Handel eingerichtet und auch in der nächsten Zeit wird sich an dieser führenden Rolle nach Einschätzung der Experten von Gartner nichts ändern: Mit 50.287 Hotspots weltweit nimmt die Branche auch im Jahr 2003 die Spitzenposition ein, 85.567 sollen es im Jahr 2005 sein. Auf den Plätzen zwei und drei folgen dann die Gemeinden mit 30.659 Hotspots und die Hotelbranche mit 23.663 Hotspots. Insgesamt rechnet Keene bis zum Jahr 2005 mit 151.768 funktionsfähigen Hotspots.

Für die Handelsbranche sei die Zielsetzung bereits klar, so Keene. Es gehe darum, zusätzliche Kundengruppen zu erschließen. Interesse zeige die Branche vor allen Dingen an den Besitzern professioneller Notebook PCs, von denen mehr als die Hälfte schon im nächsten Jahr mit der wLAN Technologie ausgerüstet sein werde. Im stationären Handel könne ein großes Interesse an der Einrichtung von Hotspots verzeichnet werden, betont Keene. Er erwartet, dass auch die Airline Lounges und Hotels zunehmend die Technologie nutzen werden. Dabei ziele man aber keineswegs auf direkte Umsätze, die über Nutzungsgebühren realisiert werden könnten. Vielmehr sei es Erfolg versprechender, die Hotspots als attraktives Lockangebot für potentielle Kunden einzusetzen und so das Kerngeschäft zu stärken.

 


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