Wenig Geld – viel Breitband

12.07.2005 – Bei der schwachen Entwicklung der Breitbandnutzung könnte eine bessere Preispolitik der Deutschen Telekom gegenüber alternativen Anbietern wirksam sein – und somit auch für die Endverbraucher.

Bei der schwachen Entwicklung der Breitbandnutzung könnte eine bessere Preispolitik der Deutschen Telekom gegenüber alternativen Anbietern wirksam sein – und somit auch für die Endverbraucher.

Nach einer Analyse European Competitive Telecommunications Association (ECTA) ist Deutschland auf dem zehnten Platz bei der Breitband-Durchdringung in Europa abgerutscht. Konkrete Gründe für den Negativtrend im deutschen Breitbandmarkt sind nach Angaben der ECTA, dass Line-Sharing nach wie vor kaum Bedeutung in Deutschland hat, der Kabelzugang nicht nennenswert ist und Bitstream-Angebote völlig fehlen. Die Organisation zählt Deutschland neben Zypern und der Slowakei zu den drei Problemfällen beim Breitband-Internet in Europa. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert der als Sofortmaßnahme eine deutliche Senkung der Einmalentgelte im Bereich Line-Sharing.

Beim Line-Sharing mieten die alternativen DSL-Anschlussanbieter ausschließlich den zum DSL-Betrieb notwendigen TAL-Frequenzteil. Dadurch wird ein kundennäherer Marktauftritt der alternativen Carrier mit einem variierenden Produktangebot möglich, was eine wichtige Voraussetzung für ein differenziertes Endkundenangebot in Deutschland darstellt. Nachdem die EU-Kommission die Deutsche Telekom durch Androhung eines förmlichen Verfahrens bewegt habe, die monatlichen Entgelte für Line-Sharing auf ein europaweit durchschnittliches Niveau von 2,34 Euro zu senken, stünden die Einmalentgelte für die Neueinrichtung, Übernahme und Kündigung einer Nutzung dieses Wettbewerbsinstruments entgegen. Der Verband verweise auf Analysen, wonach ein Senkungspotenzial von ca. 50 Prozent gegenüber dem Durchschnittsentgelt der zehn EU-Länder mit den geringsten Entgelten bzw. 85 Prozent gegenüber dem Durchschnittswert der drei günstigsten Länder bestünde.

 


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