RFID im Versand

18.07.2005 – Für hochwertige Versandartikel lohnt sich der Einsatz von RFID. Für andere Artikel ist aber der Preis derzeit einfach noch zu hoch.

Für hochwertige Versandartikel lohnt sich der Einsatz von RFID. Für andere Artikel ist aber der Preis derzeit einfach noch zu hoch.

Das Versandhandelsunternehmen Otto nutzt für sein Hamburger Warenverteilzentrum eine RFID-Lösung von zur Überwachung hochwertiger Versandware. Vorher wollte sich das Haus allerdings von der Wirtschaftlichkeit der Funketiketten überzeugen und ließ einen mehrmonatiger Testlauf vorausgehen. Als der dann positiv ausfiel und reduzierten Schwund der Ware bewies, wurden die Verpackungen der hochwertigen Versandartikel, etwa Kameras, Handys oder Schmuck, mit RFID-Transpondern versehen. Die Technik geht beim Kommissionieren in der Otto-Zentrale ‚an Bord’ der Ware und wird auf dem Weg zum Kunden bei der zentralen Verladehalle in Hamburg und den Hermes Versanddepots exakt identifiziert. Der RFID-Chip enthält die Artikel- und Sendungs-Identnummer des Paketes, aber keine persönlichen Kundendaten. Ein Begleitbrief informiert über die Verwendung der Transponder und bietet eine Telefonnummer für Fragen zum Thema RFID an. Otto könne so den Transportweg der Ware lückenlos kontrollieren und den Verlust von Versandartikeln genau lokalisieren.

Auf Seiten des Versandhauses sieht man die Sache ganz nüchtern. So erklärt der Bereichsleiter für Logistikplanung Roland Nickerl, dass man mit RFID deutliche Einsparungen erzielen könne, aber den Einsatz wegen hoher laufender Kosten strategisch gut planen müsse. Bei einem Tranponderpreis von unter drei Cent lohne es sich rund die Hälfte der Versandartikel mit einem Funketikett auszustatten. Aktuell sind etwa 80.000 Artikel aus dem über 200 Mio. umfassenden Otto-Sortiments mit RFID-Transpondern versehen – also umgerechnet gerade mal 0,04 Prozent.

 


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