Die Online-Beratung macht den Unterschied

24.07.2003 – Online-Banking-Kunden sollen demnächst genauso persönlich beraten werden wie in der Filiale. 57 Prozent der deutschen Kreditinstitute investieren deshalb in den Aufbau personalisierter Serviceangebote im Internet.

Online-Banking-Kunden sollen demnächst genauso persönlich beraten werden wie in der Filiale. 57 Prozent der deutschen Kreditinstitute investieren deshalb in den Aufbau personalisierter Serviceangebote im Internet.

Knapp ein Drittel der Banken und Sparkassen engagiert sich dabei zum ersten Mal in diesem Bereich. Die Kreditinstitute wollen Standarddienste aus den Zweigstellen ins Web verlagern. Dadurch sinken Personaleinsatz und Kosten. Das sind die Ergebnisse der Studie Branchenkompass Kreditinstitute der . Die Qualitätsoffensive im Online-Banking hat noch einen weiteren Grund: Das Geschäft im Internet bietet für die Geldhäuser größere Wachstumschancen als der klassische Filialbetrieb. So konnten Online-Banken, die nur über Internet oder Call-Center erreichbar sind, ihren Umsatz im vergangenen Jahr um bis zu 169 Prozent erhöhen.

Allgemeine Dienstleistungen, wie die Erstberatung oder das Bereitstellen von Produktinformationen, sollen zukünftig im Internet ausgebaut werden. Das hat Folgen für die Filialen: Sie spezialisieren sich auf die beratungsintensive Kundenbetreuung. Dazu gehört beispielsweise die Beratung für die Altersvorsorge oder für den Vermögensaufbau. Neben Basisinformationen und Grundberatung werden auch standardisierte Dienstleistungen des Massengeschäfts von den Filialen ins Internet verlagert: 41 Prozent der Banken wollen beispielsweise die Kreditvergabe im Web ausweiten. 58 Prozent planen, Überweisungen, Rechnungen oder bargeldlosen Geldtransfer verstärkt über das Netz abzuwickeln. Ein Drittel der Banken und Sparkassen hat die dazu notwendigen Online-Strukturen schon komplett aufgebaut. Der Grund: Die gebündelte Abwicklung des Massengeschäfts im Internet ist effizienter und kostengünstiger als die personalintensive Einzelbearbeitung in den Zweigstellen.

Auch in anderen Geschäftsbereichen der Kreditinstitute wird das Internet zum selbstverständlichen Hilfsmittel im Tagesgeschäft. So planen 51 Prozent, den Einsatz des Internets im Vertrieb weiter auszubauen. Mit diesem so genannten Multichanneling wollen sie den Vertrieb kundennäher und effizienter gestalten.

 


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