Unternehmen blocken immer öfter Webinhalte

20.08.2003 – Anbieter von Web-Filtering-Lösungen dürfen sich nach Einschätzung einer aktuellen Studie über attraktive Wachstumschancen in den kommenden Jahren freuen.

Anbieter von Web-Filtering-Lösungen dürfen sich nach Einschätzung einer aktuellen Studie über attraktive Wachstumschancen in den kommenden Jahren freuen.

So soll der Umsatz laut mit entsprechender Software von 247 Millionen US$ (2002) auf 776 Millionen US$ (2007) ansteigen. Der Hauptgrund: Immer mehr Unternehmen sehen für sich die Notwendigkeit, die Internetnutzung ihrer Mitarbeiter zu überwachen oder einzuschränken. Als wichtigste Gründe werden dabei die mögliche Beeinträchtigung der Produktivität sowie rechtliche Belange – etwa im Zusammenhang mit dem Herunterladen und Verschicken von Bild-, Ton- oder Videodateien genannt. Auch auf das damit einhergehende Blockieren von Übertragungskapazitäten wird seitens der Analysten verwiesen.

Der Markt für Web-Filtering oder URL-Blocking umfasst alle Technologien, die geeignet sind, das Nutzerverhalten am Arbeitsplatz oder zu Hause, hier vor allem bei Kindern, entsprechend einer vorher festgelegten Strategie zu überwachen oder zu lenken. Grundlage dafür sind Datenbanken und intelligente Software, die bestimmte Merkmale von Internetseiten wie beispielsweise Hautfarbtöne oder Wörter mit sexueller Bedeutung erkennt. Viele Anbieter versichern, dass die Internetnutzung unmittelbar nach der Installation von Überwachungssoftware deutlich zurückgeht, weil die Mitarbeiter Internetaktivitäten einstellen, mit denen sie nicht in Verbindung gebracht werden wollen.

Allerdings weist Frost & Sullivan auch darauf hin, dass bei vielen Unternehmen zunächst noch unmittelbarere Sicherheits- und Infrastrukturbedürfnisse im Vordergrund stehen und URL-Blocking und darauf aufbauende Maßnahmen nicht die höchste Priorität haben. Viele Unternehmen müssten noch intensiv in Netzwerksicherheit und Anti-Viren-Software investieren. Für Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern eine verantwortliche Internetnutzung zutrauen, ist der Einsatz von Web-Filtering-Lösungen nicht dringlich.

 


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