IT-Börsenbarometer: Stimmung bleibt gedrückt

05.09.2003 – Auch wenn inzwischen Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, bleibt die Stimmung in der IT-Dienstleistungsbranche weiterhin negativ.

Auch wenn inzwischen Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, bleibt die Stimmung in der IT-Dienstleistungsbranche weiterhin negativ.

Dies legt zumindest das Stimmungsbarometer nahe, das die als Betreiber der Börse für IT-Services für das dritte Quartal 2003 vorgelegt hat. Demnach gehen 56 Prozent der IT-Dienstleister von einem stagnierenden Geschäft für das Gesamtjahr 2003 aus. Im zweiten Quartal hatte dieser Index noch bei 52 Prozent gelegen. Über ein Viertel (26 Prozent) haben sich auf einen Geschäftsrückgang eingestellt. Nicht einmal ein Fünftel (18 Prozent) der IT-Dienstleister erwarten eine expansive Geschäftsentwicklung in diesem Jahr (zweites Quartal: 15 Prozent).

Der massive Personalabbau der letzten Monate in der IT-Servicebranche scheint sich immerhin zu verlangsamen, legen die aktuellen Umfrageergebnisse nahe. Fast drei Viertel (74 Prozent) der Dienstleister planen für dieses Jahr keine weiteren Entlassungen mehr. Nur 17 Prozent wollen bis Jahresende noch Kündigungen aussprechen; im zweiten Quartal waren noch ein Viertel (25 Prozent) mit Kündigungen befasst. Neueinstellungen planen allerdings nicht einmal ein Zehntel (9 Prozent) der Unternehmen.

2004 wird sich der Markt für IT-Dienstleistungen zwar noch nicht endgültig erholen, aber die Talsohle ist bis dahin durchschritten – so lassen sich die Erwartungen der Anbieter aus dem Blickwinkel des dritten Quartals zusammenfassen. "Nach dem überzogenen Zweckoptimismus im katastrophalen ersten Quartal und der Depression im zweiten Quartal finden die Anbieter von IT-Dienstleistungen jetzt allmählich zu einer realistischen Einschätzung", analysiert Manfred Tubach, Vorstand der Skill Portal AG. Er rät: "Aus heutiger Sicht sollten die Unternehmen ihre Budgets für 2004 eher am unteren Ende planen und sich von einer besseren Entwicklung überraschen lassen als umgekehrt. Von einer Besserung am IT-Servicemarkt kann jedenfalls bei den derzeitigen Fakten noch keine Rede sein."

 


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