Schlüssel adé: Türen per Handy öffnen

16.09.2008 – Auf der diesjährigen Security Essen präsentiert das junge Unternehmen Sorex Wireless eine Technologie, die bluetoothfähige Handys zu elektronischen Schlüsseln macht. Mit den zwei Modellvarianten sollen sowohl Firmen als auch Privatkunden angesprochen werden.

Auf der diesjährigen Security Essen präsentiert das junge Unternehmen Sorex Wireless eine Technologie, die bluetoothfähige Handys zu elektronischen Schlüsseln macht. Mit den zwei Modellvarianten sollen sowohl Firmen als auch Privatkunden angesprochen werden.

Im Rahmen der diesjährigen Security Essen vom 7. bis 10. Oktober stellt das österreichische Technologieunternehmen sein weltweit patentiertes System vor, das jedes bluetoothfähige Handy zum elektronischen Türöffner werden lässt. Am Mobiltelefon selbst müssen keinerlei Veränderungen vorgenommen werden, die Verbreitung der Technologie ist daher auch nicht von den Mobiltelefonherstellern abhängig – und eine Bluetooth-Funktion zählt mittlerweile weltweit zur Standardausstattung von Mobiltelefonen. Die Technologie namens Sorex wirelessKey ist bereits bei einigen Unternehmen im Einsatz und verfügt als Unternehmenslösung über eine IP-Anbindung, mit der das System zentral gesteuert werden kann. Seit kurzem ist auch eine Version für Privatanwender im Handel erhältlich.

Die beiden Modellvarianten unterscheiden sich in Funktionsumfang und Einsatzzweck. Die Professional-Version für Unternehmen bietet eine Kapazität von 2500 Nutzern pro Modul, dessen Steuerung zentral über das jeweilige Firmennetzwerk erfolgt. Jedes Professional-Modul hat eine eigene IP-Adresse, sodass auch Unternehmen mit verteilten Standorten das System einsetzen können. Sorex wirelessKey eignet sich zur Authentifizierung der Mitarbeiter, zur Zutrittskontrolle und zur Zeiterfassung. Für jeden Mitarbeiter kann individuell programmiert werden, für welche Tür und welchen Zeitraum sein Handy autorisiert ist. Mit der Produktvariante Basic können Privatanwender beispielsweise ihre Eingangstür öffnen oder das Garagentor steuern, wobei bis zu zehn unterschiedliche Nutzer am Modul angemeldet werden können. Die Steuerung erfolgt in diesem Fall direkt am Modul. Mit dem Aufschließen der Tür können weitere Funktionen kombiniert werden, wie beispielsweise die Deaktivierung der Alarmanlage oder das Einschalten des Lichts.

Die Einsatzweise ist in beiden Fällen gleich. An der Innenseite der zu steuernden Tür wird ein von außen nicht sichtbares Modul angebracht und mit einem elektromechanischen Schloss oder Türöffner verbunden. Das Handy wird dann im System angemeldet und anhand eines einmalig einzugebenden, zehnstelligen Codes registriert. Ab diesem Zeitpunkt wird das Mobiltelefon bei Annäherung an die Tür eindeutig identifiziert und das Schloss bzw. die Tür öffnet sich. Dabei werden keine Daten übertragen, sodass Spionage ausgeschlossen ist. Die aktivierende Distanz kann zwischen wenigen Zentimetern und 14 Metern variiert werden. Als zusätzliche Sicherheitssperre lässt sich das System so einrichten, dass auch noch ein Freigabetaster an der Wand betätigt werden muss. Auf der Security Essen bietet Sorex Wireless die Möglichkeit, die Technologie mit dem eigenen Handy zu testen.

 


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