19.09.2008 – Eine Studie analysiert das Einkaufsverhalten deutscher Internet-Nutzer. Immer mehr Menschen durchstöbern das Netz nach günstigen Angeboten; breite Produktpaletten sind gefragt.
Eine Studie analysiert das Einkaufsverhalten deutscher Internet-Nutzer. Immer mehr Menschen durchstöbern das Netz nach günstigen Angeboten; breite Produktpaletten sind gefragt.
Laut einer Analyse von waren mehr als sieben von zehn Internet-Nutzern im Monat Juli online auf Schnäppchensuche. Das Internet-Auktionshaus eBay liegt dabei weiterhin unangefochten auf Rang 1 mit gut 17 Millionen Besuchern – ein Anteil von rund 47 Prozent. Der Zweitplatzierte Amazon kommt immerhin auf 11 Millionen Besucher. Auf die Spitzenplätze schafften es ebenfalls die großen Versandhäuser: Quelle landet mit rund sieben Millionen Besuchern auf Platz drei, vor Neckermann auf Platz fünf und Otto auf Platz 7. Laut dem Bundesverband des deutschen Versandhandels erzielen die Versandhändler einheitlich fast die Hälfte ihrer Umsätze in diesem Jahr über den Online-Vertrieb. Bei den Discountern dagegen gibt es untereinander große Unterschiede. Während Aldi auf Position 19 und Plus auf Rang 25 relativ weit vorne liegen, findet sich beispielsweise Konkurrent Penny auf Platz 124 wieder.
Auffallend ist, dass die vorderen Plätze fast ausschließlich von sogenannten "Mass Merchandisern", die sich nicht spezialisieren, sondern Waren aus verschiedensten Bereichen verkaufen. Vielfalt ist also gefragt. Mit dem Elektronikanbieter Conrad als erfolgreichsten Vertreter auf Platz elf schaffte es keiner der Spezialläden unter die ersten Zehn. Ein weiterer starker Trend sind Online-Preisvergleiche. Allein bei Ciao! war jeder siebte Surfer auf der Suche nach Schnäppchen. Damit belegt der Dienst Platz 4 im Gesamt-Ranking, Preisvergleich.de und Idealo erreichten ebenfalls die Top 10. Preisvergleiche sind dabei nicht nur für schnäppchensuchende Nutzer von entscheidender Wichtigkeit: Händler, die bei Online-Preisvergleichen gut abschneiden, können sich über steigende Umsätze freuen. Kleinere Online-Händler haben es zwar im Netz deutlich schwerer, bekommen allerdings durch wachsende Beliebtheit von Kleinanzeigen-Märkte wie dem neuntplatzierten Kijiji und Shopping-Portalen wie T-Online Shopping auf Rang 12 vermehrt die Möglichkeit, ihre Waren anzubieten.
Nutzer statten ihren favorisierten Web-Angeboten monatlich mehr als einen Besuch ab. Bei der Zahl der Aufrufe pro Person belegen die ebenfalls Händler die vorderen Plätze. Rund 4,3 Mal schauen beispielsweise die Quelle-Kunden auf die Seiten des Versenders. Vergleichsweise häufig werden außerdem die Seiten der Verkäufer von Unterhaltungselektronik und Computern angeklickt. Conrad und dessen Spezialshop cXtreme kommen so ebenfalls auf mehr als vier Besuche pro Person. Ganz weit vorne liegt allerdings eBay mit durchschnittlich knapp zehn Sessions pro Nutzer im Monat Juli. Das Online-Auktionshaus ist gleichzeitig auch über alle Produktgruppen hinweg die erste Anlaufstelle bei der Online-Schnäppchenjagd. Gekauft werden online so gut wie alle Sorten von Artikeln. Am häufigsten landen Bücher im Warenkorb der Online-Kunden, gefolgt von Bekleidung, Videos, DVDs, Tickets und Elektroartikel. Spielzeug und Kinderspiele werden ebenfalls gern online gekauft. Die Anbieter blicken der näheren Zukunft daher positiv entgegen: Im Durchschnitt erwarten die eShop-Betreiber in diesem Jahr Zuwächse um rund 18 Prozent.
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