Bremst GPRS Wachstumsschub aus?

08.10.2003 – Der Markt für mobile Daten gilt als äußerst lukrativ: Bis 2007 sollen sich die Umsätze auf rund elf Milliarden Euro verdreifachen. Dennoch wird vor zu viel Euphorie gewarnt.

Der Markt für mobile Daten gilt als äußerst lukrativ: Bis 2007 sollen sich die Umsätze auf rund elf Milliarden Euro verdreifachen. Dennoch wird vor zu viel Euphorie gewarnt.

Neue Anwendungen heizen das Wachstum im schon heute dynamischen Markt an: MMS, eMail, Musikdateien, Chat-Anwendungen, Videoclips, Erotik- und Sportinhalte sowie die so genannten Location-Based-Services werden von den Mobilfunk-Kunden zunehmend häufiger konsumiert. Schon heute verdienen die Mobilfunk-Netzbetreiber rund 17% ihrer Umsätze mit Datenanwendungen, vornehmlich SMS, so die Analysten von in einer aktuellen Studie. Sie sagen voraus, dass dieser Anteil 2007 etwa 33 Prozent erreichen wird. Aber auch die Anbieter von Inhalten – wie Verlage, TV-Sender und die Musikindustrie – verdienen gut, indem sie ihre Dienstleistung digital-mobil anbieten. Ihre Umsätze sollen von heute knapp 360 Millionen auf 4,11 Mrd. Euro in 2007 ansteigen.

Doch Steffen Binder von Soreon warnt auch vor zu viel Euphorie, da einige Hürden auf dem Weg des Wachstumspfades überwunden werden müssen. Als zentral sieht er den Aufbau schnellerer Netzverbindungen. „GPRS-Verbindungen lassen den Datenverkehr auf dem Handy oft nur schneckengleich zu. Das ist von der Geschwindigkeit her geringer als ein altes, analoges Modem.“ Was jetzt seiner Einschätzung nach nötig ist, seien schnelle Netze, da die Nutzer sonst keinen Spaß am Herunterladen von Musik, Videos oder eMails hätten.

 


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