Internet-Schlappe für die CDU

25.10.2002 – Für die Idee, der Steuerpolitik des Kanzlers mit einer modifizierten Version des „Ketchup-Songs“ zuleibe zu rücken, erntete die Volkspartei einen Rüffel sowie eine einstweilige Verfügung der Musikindustrie.

Für die Idee, der Steuerpolitik des Kanzlers mit einer modifizierten Version des „Ketchup-Songs“ zuleibe zu rücken, erntete die Volkspartei einen Rüffel sowie eine einstweilige Verfügung der Musikindustrie.

Gar nicht lustig fand nämlich der Musikverlag , zumal für die Verwendung des erfolgreichen Charthits gar keine Autorisierung vorlag. Und die wäre trotz eigenem Text („Ich sage: Rauf mit den Steuern, her mit der Kohle.“) und Interpreten (Stimmen-Imitator Elmar Brandt) selbstverständlich notwendig gewesen. Sony Geschäftsführer Balthasar Schramm erklärte hierzu: „In einer Zeit, in der die gesamte Musikbranche massiv durch die Verletzung von Urheberrechten im Internet bedroht ist, habe ich für das Vorgehen der CDU überhaupt kein Verständnis.“

Sony hat gestern in Berlin entsprechend eine einstweilige Verfügung beantragt. Die Partei ist sich indes über die weitere Verwendung des Songs, der via Link auf eine andere Website bereitgestellt wurde, noch nicht im Klaren, hat das strittige Objekt aber vorsorglich von der Homepage entfernt.

 


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