Spam verheißt Heilung

28.10.2005 – Nachdem sich die Vogelgrippe von Asien aus auch nach Europa ausgebreitet hat, wächst neben der Angst vor Ansteckung offensichtlich auch die Hemmschwelle für unseriöse Angebote.

Nachdem sich die Vogelgrippe von Asien aus auch nach Europa ausgebreitet hat, wächst neben der Angst vor Ansteckung offensichtlich auch die Hemmschwelle für unseriöse Angebote.

Eine opportunistische Spam-Kampagne versucht aus der Verunsicherung über die weltweite Vogelgrippe Kapital zu schlagen. Nach Angaben von bieten die Spam-Mails den Empfängern das Medikament ‚Tamiflu’ an und empfehlen dieses prophylaktisch einzunehmen. Bei den im Internet angebotenen Präparaten handelt es sich jedoch nach Angaben des Herstellers Roche um Fälschungen.

Computeranwender sollten Medikamente im Internet nur bei ihnen bekannten und seriösen Anbietern erwerben, erklärt Christoph Hardy von Sophos. Arzneimittel unbekannter Herkunft könnten unter Umständen ein erhebliches Gesundheitsrisiko mit sich bringen. Spammer interessierten sich hingegen nicht für die Gesundheit der Menschen, sondern hätten nur ihren Profit vor Augen. Medikamente wie ‚Tamiflu’ sollten daher ausschließlich von dazu befugten Ärzten verordnet werden und auf keinen Fall von Quacksalbern im Internet.

Laut einer Untersuchung von SophosLabs machen unseriöse Werbemails, die Arzneimittel über das Internet anbieten, mehr als 40 Prozent aller Spam-Mails aus. Damit sind sie weltweite Spitzenreiter, gefolgt von Angeboten zinsgünstiger Kredite, pornografischer Inhalte sowie diverser anderer, vermeintlich attraktiver Produkte.

 


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