Mobile Web: Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Nutzung

30.10.2008 – Frauen und Männer verhalten sich im mobilen Internet ganz unterschiedlich. Während männliche User vornehmlich Nachrichten-Services aufrufen, nehmen weibliche Nutzer in erster Linie Download-Dienste in Anspruch.

Frauen und Männer verhalten sich im mobilen Internet ganz unterschiedlich. Während männliche User vornehmlich Nachrichten-Services aufrufen, nehmen weibliche Nutzer in erster Linie Download-Dienste in Anspruch.

Einer aktuellen Analyse von im Rahmen der „Mobile Internet Benchmarking Studie 2008“ zufolge, weisen männliche und weibliche Nutzer im mobilen Netz deutliche Verhaltensunterschiede auf. Zwar werden klassische Online-Services wie Suchmaschinen oder eMail-Portale von beiden Geschlechtern etwa gleichermaßen genutzt, in speziellen Bereichen gehen die Interessen jedoch offenbar auseinander. So nutzen Männer das mobile Web vor allem zur Informationsbeschaffung: 59 Prozent der männlichen User rufen darüber tagesaktuelle Nachrichten ab, gegenüber 39 Prozent der weiblichen Nutzer. Ähnlich fällt der Unterschied bei Sportnachrichten und Aktienkursen aus.

Frauen hingegen liegen erstaunlicherweise bei der Inanspruchnahme von Download-Diensten deutlich vorn: 70 Prozent der weiblichen mobile Web-Nutzer haben bereits mindestens einmal ein Spiel auf ihr Handy geladen, während dies nur auf 59 Prozent der männlichen Handy-Nutzer zutrifft. Bei Angeboten für Musiktitel und Klingeltöne liegt der Nutzungsanteil der Frauen sogar 20 Prozentpunkte über dem der Männer. Dabei ist allerdings anzumerken, dass das weibliche Geschlecht bisher erst rund ein Viertel der derzeitigen Nutzer des mobilen Internet im deutschsprachigen Raum stellt. Generell charakterisiert TNS Infratest die Nutzer beider Geschlechter als tendenziell jünger, besser gebildet und finanziell überdurchschnittlich gut situiert.

Marketer, die im mobile Web aktiv sind, sollten sich diese Erkenntnisse für zukünftige Kampagnen zunutze machen. Die Auswertung belege erneut, dass unterschiedliches Nutzungsverhalten von entsprechenden Vermarktungsstrategien und Werbemaßnahmen aufgegriffen und begleitet werden muss, bekräftigt Ulrich Maier, Teamleiter bei TNS Infratest und verantwortlicher Studienleiter des Benchmarking Projektes. Durch zielgruppenspezifische Analysen des Werberaumes könnten von vornherein Streuverluste vermieden und die Ansprache bestehender und neuer Kunden optimiert werden.

 


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