Umfassende Analyse des mobilen Internetmarktes

03.11.2008 – Wie weit das mobile Internet schon entwickelt ist, welche Bedeutung Open-Source im mobilen Sektor hat und welche Geschäftsmodelle sich langfristig durchsetzen können, hat eine Studie beleuchtet.

Wie weit das mobile Internet schon entwickelt ist, welche Bedeutung Open-Source im mobilen Sektor hat und welche Geschäftsmodelle sich langfristig durchsetzen können, hat eine Studie beleuchtet.

Einer umfassenden Analyse der Unternehmensberatung zufolge, steckt das mobile Internet und seine Entwicklung noch in den Kinderschuhen. Während weltweit 1,2 Milliarden Menschen einen Internet-Anschluss besitzen und 80 Prozent aller deutschen Haushalte einen PC haben, nutzen lediglich zehn Prozent aller deutschen Handybesitzer das mobile Internet. Andererseits stehe fest, so Fahim Alefi von Oliver Wyman, dass ein großes Potential bestehe: Bis 2011 wird für mobile Datentransferdienste ein Wachstum von jährlich 33 Prozent prognostiziert.

Lernen solle man bei der Entwicklung von mobilen Applikationen vor allem von den großen Open-Source- und „Garagen“-Entwicklungen des festnetzbasierten Internets. Internetbeherrschende Entwicklungen wie Google, YouTube oder Facebook seien nicht von großen Software-Konzernen entwickelt worden, sondern aus kleinen Start-Ups hervorgegangen. Geschlossene Geschäftsmodelle wie Apples iPhone, welche Vertrieb, den Netzbetreiber sowie den Verkauf von Anwendungen beinhalten, hätten langsfristig einen schweren Stand, so die Experten. Kleine Open-Source-Startups mit stark wachsenden Entwickler-Communities seien deutlich erfolgversprechender. Reale Nutzungsvorteile des mobilen Internets durch Messaging-Services, Applikationen für standortbezogene Dienste und mobile Payment-Lösungen seien gute Ansätze. Die Killer-Applikation schlechthin sei aber, so die Experten, schlicht nicht planbar.

Der Analyse wurden abschließend fünf Trends für die Entwicklung des mobilen Internets angefügt. Erstens: Das mobile Internet steht in den Startlöchern, eine gute Entwicklung setzt die breite Einführung von iPhone-ähnlichen Endgeräten und angepassten Tarifmodellen voraus. Zweitens: Die Open-Source-Erfolgsmuster des festnetzbasierten Internets werden vermutlich im mobilen Internet wiederholen. Drittens: Der Netzzugang als zentraler Anknüpfungspunkt zum mobilen Kunden wird seine Bedeutung verlieren, Provider sollten sich mehr auf die Bereitstellung von Bandbreiten konzentrieren. Viertens: Geschlossene Geschäftsmodelle haben es langfristig schwer, immer mehr unabhängig agierende Unternehmen werden an der mobilen Wertschöpfungskette beteiligt sein. Fünftens: Schnelligkeit und Dynamik in der Identifizierung und Unterstützung von marktrelevanten Anwendungen ist, wie anderswo natürlich auch, Kernelement eines gelungenen Markteinstiegs.

 


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