05.11.2008 – Auch online hat zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten ein Wettkampf um Nutzer, Website- und Werbeanzeigenaufrufe stattgefunden. Beide Kontrahenten nutzten das Internet intensiv für ihren Wahlkampf.
Auch online hat zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten ein Wettkampf um Nutzer, Website- und Werbeanzeigenaufrufe stattgefunden. Beide Kontrahenten nutzten das Internet intensiv für ihren Wahlkampf.
Nicht nur in der realen Welt, sondern auch in der virtuellen hat der US-Wahlkampf bereits jetzt Geschichte geschrieben. Nie zuvor wurde soviel Geld und Arbeit in die Beeinflussung des Wahlvolks durch Online-Medien gesteckt wie im US-Präsidentschaftswahlkampf 2008. Eine detaillierte Quantifizierung des Aufwands hat nun für beide Kandiaten vorgenommen.
Die Internetseite von Barack Obama wurde im August 2008 etwa sechs Millionen mal, im September 7,9 Millionen mal besucht. Die Website seines Konkurrenten John McCain wurde im August 2,6 Millionen mal und im September 4,2 Millionen mal besucht. Gegenüber dem Monat August bedeutete dies für Obama einen Anstieg der Nutzerzahlen von 31 Prozent, sein republikanischer Gegenspieler konnte sogar 56 Steigerung verbuchen. Die Online-Bildanzeigenschlacht entschied Barack Obama klar für sich: Mit einem Spitzenwert von etwa 450 Millionen Werbeeinblendungen vom 29. September 2008 war seine Anzeigenkampagne deutlich größer angelegt als die seines Kontrahenten mit maximal 25 Millionen Einblendungen vom 18. August. Während John McCain die Zeit um den republikanischen Parteitag für die Erhöhung des Werbedrucks nutze, reagierte Barack Obama auf die Finanzkrise mit einem erhöhten Anzeigenausstoß.
Sieger des Online-Video-Duells hingegen ist John McCain: Seine Website verzeichnete für den Monat September 3,24 Millionen Aufrufe, gegenüber den 1,18 Millionen vom August bedeutete dies eine Steigerung von 175 Prozent. Barack Obama hingegen konnte seine Videoaufrufe von 1,28 Millionen im August nur um 60 Prozent auf 2,04 Millionen steigern. Vor- und hinter den Namen der Kandidaten wurden in den Suchmaschinen eine Menge assoziierter Begriffe eingeben. Neben dem nachvollziehbarenvote waren dies vor allem die Namen der Vizepräsidentschafts-Kandidaten. Während der assoziierte Begriff reform für beide Seiten eine große Bedeutung hatte, wurde Barack Obamas Name am häufigsten mit den Begriffen economy und financial verbunden, der Name John McCains wurde häufig mit plumber und Freddie Mac assoziiert.
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