07.11.2005 – Es geht heiß her im Wettbewerb der Satelliten-Provider gegen die Telekommunikations-Anbieter um den wertvollen Abonnenten des bezahlten Fernsehvergnügens über Internet.
Es geht heiß her im Wettbewerb der Satelliten-Provider gegen die Telekommunikations-Anbieter um den wertvollen Abonnenten des bezahlten Fernsehvergnügens über Internet.
Telekommunikationsunternehmen wollen mit der Ausweitung ihres Angebotes auf den IPTV-Markt ihr Business wieder in Schwung bringen, sagen die Marktforscher von Research. IPTV steht für Internet-Protocol-TV, also für ein Fernsehangebot, das über das Internet in die Haushalte gelangt. Aber so einfach ist die Sache für die Telcos nicht, denn auch die Satelliten-Anbieter haben großes Verlangen nach einem Standbein im bezahlten TV (Pay-TV). Pyramid Research prognostiziert den Telcos im Kampf um die Vorherrschaft über IPTV unter Umständen auch mehr Verluste als Gewinne. Der Grund hierfür ist das Wachstum der Satelliten-Anbieter und ihre weiter wachsende Kraft im Markt.
Als Beispiel nennen die Analysten von Pyramid Zahlen der US-amerikanischen Satelliten-Provider DirecTV, die innerhalb eines Geschäftsjahres mehr als 1,5 Millionen Neukunden gewinnen konnten. Ähnlich erfolgreich ist man auch auf der Insel. Der britische Satelliten-Anbieter BSkyB zählt mehr als die Hälfte der britischen Pay-TV-Abonnenten zu seien Kunden. Beide Anbieter hätten stark in die Senderechte, beispielsweise von Sportveranstaltungen, investiert. Während die Telcos noch erzählten, dass sie die Sehgewohnheiten der Pay-TV-Kunden änderten, seien die Satelliten-Provider schon längst dabei interaktive und personalisierte Features in ihr Programm zu integrieren, meint Ozgur Aytar von Pyramid.
Die einzige Chance der Telcos im Pay-TV-Wettkampf zu bestehen sei die Fokussierung auf das so genannte Triple-Play, also die Bündelung von Voice, Video und Breitband, kombiniert mit Premium-Inhalten. Die Satelliten-Provider seien aus technologischen Gründen noch beim Triple-Play außen vor. Sie konzentrierten sich momentan noch auf Video-Content, suchten aber die Kabel- und Telekommunikations-Anbieter mit den besseren Inhalten zu überbieten.
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