Nur 20 Prozent gehören zur Next Generation

08.11.2002 – Die europäische Telekommunikationsindustrie ist nach wie vor auf der verzweifelten Suche nach GPRS- und 3G-Anwendungen, ohne die sich die Investitionen in die Infrastruktur nicht finanzieren lassen. Es geht um neue lukrative Zielgruppen.

Die europäische Telekommunikationsindustrie ist nach wie vor auf der verzweifelten Suche nach GPRS- und 3G-Anwendungen, ohne die sich die Investitionen in die Infrastruktur nicht finanzieren lassen. Es geht um neue lukrative Zielgruppen.

Der Handy-Markt habe seine Sättigungsphase erreicht, erläutert Analyst Paul Jackson. Mittlerweile besitzen und benutzen 72 Prozent aller Europäer, die 16 Jahre oder älter sind, ein mobiles Telefon. Dabei stelle aber gegenwärtig die SMS den einzigen wirklich nicht sprachlichen Dienst dar, für den die Nutzer auch zu zahlen bereit seien, so Jackson. Und das, obwohl immerhin 23 aller verkauften Handys wapfähig sind. Aber diesen Service nutzen lediglich drei Prozent aller Mobiltelefonierer.

Trotz des geringen Interesses der Nutzer an neuen Services, müssen die Netzbetreiber und Gerätehersteller auf neue Funktionen und Anwendungen setzen. Denn nur so werden sich die ‚Must-Have‘-Applikationen der Zukunft identifizieren lassen. Die Forrester Experten empfehlen vor diesem Hintergrund, in der ersten Linie sich auf zwei Zielgruppen zu fokussieren. Zum einen auf junge Frauen, die derzeit mit 27 Millionen Kunden etwa 14 Prozent der Nutzer ausmachen. Sie stellen die ideale Zielgruppe für ‚Conversational Content‘ – Inhalte, die Kommunikation unterstützen – dar. Zu Weihnachten sollten die Gerätehersteller sie mit attraktiven GPRS-Handsets ködern und im kommenden Jahr zusätzlich auf Gaming-Services, MMS und IM-Funktionen setzen.

Die Mitglieder der zweiten relevanten Zielgruppe sind die karriereorientierten, gutverdienenden jungen Männer, die rund 15 Prozent der europäischen Mobiltelefonierer ausmachen. Diese Nutzer warten nach Einschätzung der Forrester Experten auf Services, die sie bei der Organisation der täglichen Arbeit unterstützen, den ständigen Kontakt mit den Kollegen ermöglichen und sie als Innovatoren auszeichnen. Die Handys für diese Zielgruppe sollten ebenfalls MMS und IM-fähig sein, darüber hinaus aber auch flexible mobile eMail-Funktionen bieten. Im Laufe der nächsten Zeit sollte auch die Synchronisation mit den unternehmensinternen eMail-Systemen ermöglicht werden.

 


06.11.2002 – SMS überholt eMail in Europa

05.11.2002 – SMS: Dem Täter auf der Spur?

31.10.2002 – Gute Geschäfte mit Voice Recognition

28.10.2002 – Vodafone Live – ein Killer Cocktail?

23.10.2002 – Nutella: in jedem Glas steckt ein Klingelton


Mehr News | Spotlights zum Thema ‚SMS‘


 

Dieser Artikel erschien am .
Nach oben scrollen