2.0-Gefahr erkannt und doch nicht gebannt

09.11.2007 – Viele Unternehmen verhängen Zugriffsbeschränkungen für Webseiten, von denen Sicherheitsrisiken ausgehen. Soziale Netzwerke werden jedoch selten gesperrt.

Viele Unternehmen verhängen Zugriffsbeschränkungen für Webseiten, von denen Sicherheitsrisiken ausgehen. Soziale Netzwerke werden jedoch selten gesperrt.

Nach einer europaweit durchgeführten Erhebung von verhindert nur eines von fünf Unternehmen in Europa den Zugriff der Mitarbeiter auf Social-Networking-Seiten wie Facebook und MySpace. Dabei sind sich die IT-Verantwortlichen der neuen Sicherheitsrisiken, die diese Webseiten darstellen, durchaus bewusst. Social-Networking werde zwar als Bedrohungen empfunden, ihre Nutzung diene allerdings noch nicht als Grundlage für ein unternehmensweites Surf-Verbot, so McAfee. Im Auftrag der IT-Sicherheitsspezialisten wurden europaweit 1.049 IT-Verantwortliche befragt. Insgesamt 42 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben demnach bereits Zugriffsbeschränkungen für bestimmte Webseiten verhängt.

Musik-Downloads und Dating-Seiten sind die einzigen Risikopotentiale, die auf der Gefahrenliste der europäischen IT-Verantwortlichen auftauchen und die tatsächlich abgeblockt werden: Mit 58 Prozent und 56 Prozent werden diese Themen für die Mitarbeiter auch am häufigsten gesperrt. Europaweit werden außerdem Instrumente wie Instant-Messenger (53 Prozent), soziale Netzwerke (48 Prozent) und webbasierte eMail-Dienste (46 Prozent) von den meisten Unternehmen als gefährlich eingestuft. In Deutschland weicht die Risikoeinschätzung etwas ab: Hier gelten insbesondere Instant-Messenger (62 Prozent), externe eMail etwa über Hotmail oder GoogleMail (57 Prozent), Internet-Dating (55 Prozent), Musik-Downloads (53 Prozent) und Video-Content (40 Prozent) als potenziell gefährlich.

IT-Entscheider stünden häufig vor dem schwierigen Balanceakt, Gefahren zugunsten eines reibungslosen Geschäftsverkehrs abzuwenden, andererseits aber die Mitarbeiter durch Zugriffsverbote auf bestimmte Webseiten nicht zu verstimmen. Zeitgemäße IT-Sicherheitsrichtlinien müssten allerdings beiden Interessenslagen Rechnung tragen, so McAfees Sicherheitsstratege Toralv Dirro.

 


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