eShoppen in der Arbeitszeit

16.11.2005 – „Wat denn een sien Uul, is denn annern sien Nachtigall“ – beim eCommerce gilt das plattdeutsche Sprichwort auch. Insbesondere wenn es um den richtigen Zeitpunkt geht…

„Wat denn een sien Uul, is denn annern sien Nachtigall“ – beim eCommerce gilt das plattdeutsche Sprichwort auch. Insbesondere wenn es um den richtigen Zeitpunkt geht…

Der beste Zeitpunkt um potenzielle Konsumenten im Internet anzusprechen? Weider einmal bestätigt sich die Vermutung, dass die meisten Käufe werktags und tagsüber stattfinden. Das richtige Timing, wenn es darum geht Waren zu verkaufen oder eMail-Kampagnen zu starten, bezieht sich nach neuesten Erkenntnissen noch genauer auf die Mittagszeit zwischen ein und zwei Uhr. Das sagen zumindest die Experten von – und unterstellen damit natürlich, dass die Einkäufe im Büro erledigt werden.

Wie der LIVEmark Index für September zeigte, haben führende Online-Einzelhändler 40 Prozent mehr Besuche und 53 Prozent mehr kaufende Besucher während der Wochentage gezählt als am Wochenende. Nach Angaben von Coremetrics fanden 62 Prozent der Besuche an einem Werktag in der Zeit zwischen acht Uhr morgens und sechs Uhr abends statt. Im Vergleich dazu entfiel nur ein gutes Viertel der Visits auf die Zeit zwischen sechs Uhr abends und Mitternacht. Und nicht zuletzt die Konversionrate spricht eine deutlich Sprache zugunsten des Einkaufs während der Bürozeiten: Die Besuche in dieser Tageszeit resultieren zu 15 Prozent häufiger in einem Kauf.

Das Timing der Kampagnen spiele immer eine Rolle, sagt Joe Davis von Coremetrics. Die Tagesstunden seien ohne Zweifel eine entscheidende Zeit, um Konsumenten zu erreichen, obwohl man mit anderen Marketern in Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Konsumenten bezüglich gezielter Kampagnen stehe. Promotion-Strategien sollten dennoch an den gewonnenen Erkenntnissen ausgerichtet und justiert werden. Dass ein wachsender Erfolg dieser Strategien auch bei den Vorgesetzten der Büro-Shopper Entzücken auslösen wird, lässt sich aus den Ergebnissen allerdings nicht ableiten.

 


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