26.11.2001 – Durch i-mode soll das Geschäft mit Internetangeboten auf Mobiltelefonen auch in Europa demnächst seinen Siegeszug antreten.
Durch i-mode soll das Geschäft mit Internetangeboten auf Mobiltelefonen auch in Europa demnächst seinen Siegeszug antreten.
Bis Ende 2002 sollen die Nutzerzahlen für derartige Angebote zunächst langsam wachsen und etwa zehn Prozent der Mobilfunkteilnehmer erreichen. Bis 2006 könnte diese Zahl dann auf 65 Prozent ansteigen, so die Analysten von . Beflügelt wird der Markt durch das aus Japan importierte Angebot i-mode.
Sinkende Einnahmen pro Teilnehmer, der hohe Aufwand für die Kundengewinnung und gigantische Schulden durch UMTS-Lizenzen und -Investitionen zwingen Netzbetreiber und Diensteanbieter im Mobilfunksektor zur Erschließung neuer Einnahmequellen und zur Intensivierung der Kundenbindung. Hierbei könnten mobile Datenangebote wie WAP und i-mode eine wichtige Rolle spielen.
Allerdings wurden WAP-Dienste in Europa bisher schlecht vermarktet. Die vollmundige Ankündigung, mit WAP könne man per Handy im Internet surfen, steht nun der Akzeptanz der tatsächlichen Angebote im Wege. Das mobile Internet ist etwas anderes als das Internet am PC, wenn es um Vielfalt, Zugang, Darstellung und Benutzerfreundlichkeit geht. Entsprechend sind es auch andere Angebote, die sich für das Handy eignen und die mit Nachfrage rechnen können.
Problematisch ist auch, dass die europäischen Anbieter ihre mobilen Internetangebote bisher als "WAP-Dienste" vermarktet haben. WAP ist kein Dienst, sondern eine Technologie. Durch die begriffliche Fusion von Technologie und Dienst wurde nach Allison Webb, Research Analystin bei Frost & Sullivan, nicht ausreichend deutlich, was mobile Internetangebote eigentlich sind. Die Werbung muss den Schwerpunkt auf die Dienste als solche legen und dabei Bezeichnungen wie WAP und Internet vermeiden, denn letztendlich entscheiden Anwendungen und Dienste über die Akzeptanz — und nicht die Technologie.
In diesem Zusammenhang wird vor allem der Markteintritt des japanischen Netzbetreibers NTT DoCoMo mit seinem europäischen Partner KPN Mobile, Mehrheitsgesellschafter der deutschen E-Plus, neue Impulse bringen. Die Zahl der Nutzer von reinen i-mode-Diensten in Westeuropa soll bis 2006 auf 31,4 Millionen ansteigen.
Insgesamt hängt das Wachstum der WAP-Teilnehmerzahlen neben Inhalten und Vermarktung vor allem von Vorhandensein und Inanspruchnahme von GPRS- und UMTS-Netzen und entsprechenden benutzerfreundlichen Handys mit Farbdisplays ab. WAP hat eine Zukunft in Westeuropa, die Nutzerzahlen werden aber viel langsamer wachsen als bei i-mode in Japan.
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