26.11.2002 – B2B-Marktplätze galten lange als relativ sicheres Feld für ehrgeizige Internet-Startups. Heute ist abzusehen, dass auch hier nur wenige Akteure überleben werden.
B2B-Marktplätze galten lange als relativ sicheres Feld für ehrgeizige Internet-Startups. Heute ist abzusehen, dass auch hier nur wenige Akteure überleben werden.
Von den schätzungsweise 1.500 B2B-Marktplätzen, die im Jahr 2002 in Betrieb waren, werden höchstens 200 auch über das kommende Jahr hinaus weiterhin ihre Services anbieten. Zu dieser pessimistischen Prognose kommt die aktuelle Studie "Shakeouts in Digital Markets: Lessons from B2b Exhanges", die von der Wharton School of the University of California gemeinsam mit durchgeführt wurde.
Insgesamt wurden acht Branchen untersucht. Von den hier aktiven unabhängigen B2B-Marktplätzen überlebten im Zeitraum zwischen April 2000 und July 2002 lediglich 43 Prozent. Diese Misserfolge erklärt Pembroke Consulting Präsident Adam Fein mit Fehleinschätzungen hinsichtlich der Alleinstellungsmerkmale. Die B2B-Marktplatzanbieter hätten die Vorteile ihrer Plattformen gegenüber der traditionellen Geschäftsabwicklung überschätzt. Sie wären nicht in der Lage gewesen, die in den B2B Supply Chains vorherrschenden langjährigen Beziehungen zu substituieren. Zu den wenigen Gewinnern in diesem Bereich werden seiner Einschätzung nach einige bereits etablierte Startups, wie Freeemarkets und eBay, gehören, die die neuen Möglichkeiten des Internets vorbildlich umgesetzt hätten. Darüber hinaus bestehen Chancen für anpassungfähige Anbieter, die sich auf geschützte Nischen konzentrieren und dort bereits bestehende Beziehungen unterstützen. Weiterhin werden diejenigen traditionellen Unternehmen zu den Gewinnern gehören, die die Hinterlassenschaften von gescheiterten Internet-Pure-Playern zu minimalen Preisen übernehmen.
22.11.2002 – Communities steigern Erfolg
22.11.2002 – MAN jetzt mit Bus-Konfigurator
15.11.2002 – Uniklinik setzt auf eProcurement
13.11.2002 – EDI: Disziplinierte Visionen
Mehr News | Spotlights zum Thema ‚B2B‘



