Sprechstunde beim Netzdoktor

27.11.2000 – Für den schnellen medizinischen Ratschlag scheint sich in Kürze eine Alternative zu überfüllten und hektischen Arztpraxen abzuzeichnen.

Für den schnellen medizinischen Ratschlag scheint sich in Kürze eine Alternative zu überfüllten und hektischen Arztpraxen abzuzeichnen.

So bietet der amerikanische Krankenversicherungsservice einem Teil seiner Mitglieder künftig Sprechstunden per Internet an. Basierend auf einem bestehenden Netzwerk von 280.000 angeschlossenen Ärzten, beschränkt sich der Service zunächst auf 170.000 registrierte Mitglieder mit chronischen Krankheiten und soll im Erfolgsfalle sukzessive ausgebaut werden. Den Ärzten winkt pro abgeschlossener Beratung ein Honorar von 25 US$. Gezahlt wird von FirstHealth jedoch nur, wenn der Patient den Arzt eigenständig aufgesucht hat, ein Austausch relevanter medizinischer Daten stattgefunden hat sowie beide Seiten die Konsultation für erfolgreich abgeschlossen erklären.

Das neue Angebot deckt sich offenbar mit dem grundsätzlichen Bedürfnis der amerikanischen Bürger nach umfangreichen Informations- und Serviceangeboten zum Thema Gesundheit im Internet. Nach einer aktuellen Studie surfen mehr US-Amerikaner im Netz nach entsprechenden Angeboten als etwa nach Sportergebnissen, Börsenzahlen oder Shopping-Angeboten. In dem Maße in dem die Beratungszeiten in den Praxen abnehmen, steigt das Bedürfnis sich die notwendigen Informationen zu Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten im Web zu beschaffen. Befragt wurden 12.000 Nutzer von denen 55 Prozent angaben, im Internet bereits nach Gesundheitsinformationen gesucht zu haben.

 


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