27.11.2000 – Zum ersten Mal erregte die Pleite des Textilhändlers Boo.com im Mai das Aufsehen der Web-Gemeinde. Danach häuften sich die Meldungen über gescheiterte Internet-Unternehmen. In diesem Jahr hat das vorzeitige Aus bereits 130 Internet-Unternehmen ereilt.
Zum ersten Mal erregte die Pleite des Textilhändlers Boo.com im Mai das Aufsehen der Web-Gemeinde. Danach häuften sich die Meldungen über gescheiterte Internet-Unternehmen. In diesem Jahr hat das vorzeitige Aus bereits 130 Internet-Unternehmen ereilt.
Und dieses Dotcom-Sterben beschleunigt sich von Monat zu Monat. Waren es im Oktober noch insgesamt 22 Unternehmen, die ihre virtuellen Pforten schließen mussten, so meldeten in der ersten Novemberhälfte jetzt bereits 21 Dotcoms ihren Konkurs. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungsunternehmen . Am häufigsten (75 Prozent) waren Unternehmen, die ihren Fokus auf das Endkundengeschäft (B2C) legten betroffen.
Nicht zuletzt das erhöhte Profitstreben und das weniger großzügige Auftreten der Venture Capital-Geber sind laut Webmergers.com die Hauptgründe für die Pleitewelle der Dotcoms.
Insgesamt verloren bei diesen 130 Pleiten ca. 8.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Der Bundesstaat Kalifornien führt dabei diese unrühmliche Hitliste an, da 35 Prozent aller gescheiterten Unternehmen hier ihren Sitz hatten. Vergleichbar gering ist dagegen der Anteil der gescheiterten europäischen Dotcoms mit nur acht Prozent.
No Cash: US-Retailer ereilt der Exitus Dot.coms: Das Sterben geht langsam weiter Europäische Dotcom-Ikone wirft das Handtuch
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