IT-Firmen im Umwelt-Test

27.11.2008 – Greenpeace beurteilt im Rahmen eines Rankings Großunternehmen aus dem Bereich Elektronik nach ihrem Engagement in Sachen Klima- und Umweltschutz. In vielen Fällen besteht noch erheblicher Verbesserungsbedarf.

Greenpeace beurteilt im Rahmen eines Rankings Großunternehmen aus dem Bereich Elektronik nach ihrem Engagement in Sachen Klima- und Umweltschutz. In vielen Fällen besteht noch erheblicher Verbesserungsbedarf.

Seit August 2006 gibt den sogenannten "Guide to Greener Electronics" heraus. Dabei analysiert die Umweltschutzorganisation die weltweit führenden IT-Unternehmen in Sachen Umweltfreundlichkeit. Nun veröffentlichte Greenpeace die aktuelle Ausgabe der Beurteilung. Den ersten Platz kann zum wiederholten Mal Nokia für sich verbuchen. Der finnische Handy-Hersteller punktete vor allem durch sein Rücknahmeprogramm für gebrauchte Mobiltelefone und erzielte mit einem Ergebnis von 6,9 auf der Skala von null bis zehn das mit Abstand beste Resultat. Mit einer Punktzahl von 5,9 folgen auf dem geteilten zweiten Platz Sony Ericsson, wegen seiner Rücknahme- und Recycling-Garantie, sowie Toshiba und Samsung durch gute Wertungen in der Kategorie Energie.

Miserabel schneidet dagegen Nintendo ab. Mit 0,8 Punkten belegt der Konsolenhersteller weiterhin den letzten Platz im Ranking. Abgesehen vom Energieverbrauch und dem Umgang mit Giftstoffen erfüllen die Japaner nach Ansicht von Greenpeace kein Kriterium einer umweltfreundlichen Unternehmung. Ebenfalls auf den hintersten Plätzen finden sich aufgrund schwacher Wertungen in Sachen Energie und Recycling Lenovo und Microsoft wieder. Insgesamt verlangt Greenpeace von den IT-Unternehmen größeres Umweltengagement, vor allem in Sachen Klimaschutz. Zu wenig Unternehmen bemühten sich, ihren Schafstoffausstoß zu reduzieren. Nur wenige Firmen hätten eine Verringerung der Emissionen versprochen, die meisten gäben lediglich vage Erklärungen dazu ab, bemängelt die Umweltorganisation.

 


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