Prognose korrigiert: Markt für Handys erstarkt

17.12.2009 – Unter anderem Verkaufszahlen aus Westeuropa verbessern die Voraussage für den Verkauf von Mobiltelefonen. 2010 kann kommen.

Unter anderem Verkaufszahlen aus Westeuropa verbessern die Voraussage für den Verkauf von Mobiltelefonen. 2010 kann kommen.

Stärker als erwartet präsentierte sich der Verkauf von Handys in Westeuropa, sodass die Absatzverluste der Mobilfunkhersteller sich weltweit einigermaßen in Grenzen halten; zu dem Ergebnis kam man bei . Einbußen von 0,67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr werden nun in den Büchern stehen, sodass dieses Jahr 1,21 Milliarden Mobiltelefone rund um den Globus neue Besitzer gefunden haben werden. Noch im September hatten die Analysten einen Verkaufsrückgang von 3,7 Prozent vorausgesagt – traurig über diesen Irrtum wird wohl kaum jemand sein. Besorgniserregend dagegen ist die Zunahme der Geschäfte im sogenannten „grauen Markt“, der den Handel bezeichnet, der von den Herstellern der Geräte nicht autorisiert ist. Hier wird ein von Jahr zu Jahr größer werdender Anteil des weltweiten Handyvertriebs abgewickelt. Carolina Milanesi drückte im Rahmen der Studie ihre Bedenken über diese Treiben aus: Der graue Markt sei keineswegs eine neues Phänomen, allerdings sei er längst nicht mehr nur auf China beschränkt. Hersteller überall auf der Welt müssten sich mit den Effekten auf Preise ihrer Produkte herumschlagen; den größten Verlust würde dabei allerdings Nokia verbuchen.

Bei Gartner erwartet man derweil eine Erholung der Absatzzahlen innerhalb von zwei Jahren. Vorangetrieben werde sie voraussichtlich in erster Linie von aggressiverer Preispolitik bei Smartphones sowie attraktiveren Verträgen mit kurzen Laufzeiten. Laut der Gartner-Zahlen werden Smartphones im laufenden Jahr 14 Prozent aller Mobiltelefone ausmachen. Das wäre, gemessen am Jahr 2008, ein Wachstum ihres Anteils um 23,6 Prozent. Im Jahr 2013 sollen sie dann bereits 38 Prozent aller weltweiten Handys stellen. Die Anzahl aller verkauften Mobilfunkgeräte insgesamt soll im nächsten Jahr 1,32 Milliarden erreichen – vielleicht wird ja auch diese Prognose in Bälde noch mal nach oben hin korrigiert.

 


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